Carthage: A Love Story Chapter IX Part 2

Carthage by Peter Klopp ©

Magalia’s Last Villa in Flames

In a flash, the torches were lit, and the three of them rushed up the stairs to the main entrance. They found it open. The wooden steps to the first floor groaned under the weight of the two legionaries. The first room door was locked. A powerful kick, however, caused the thin wooden door to crash open. Publius had stumbled into a gentleman’s drawing-room. The walls were panelled with carved cypress wood.

Publius quickly scanned the room. Leather armchairs gazed at him silently. The ever-present table gleamed dully with its polished marble top in the diffused daylight. Then his gaze fell upon a small wooden stool on which sat a box covered in purple. A Punic B was richly decorated and ornate, embroidered in purple with blue silk. Hoping to make one last valuable find, he hastily grabbed the torch and stuck it into a clay vase. The owners had apparently forgotten it in their haste.

He opened the lid, and a bundle of letters lay before him. Both disappointed and ashamed, he closed the box again and quickly looked around to see if anyone had seen him. In the corner, a water clock dripped brightly and merrily. Publius approached it and looked into the upper reservoir. There was no water left. The timer read zero. Ping, ping, ping, the drops of time fell monotonously. No one will ever refill you. When the last drop has fallen, your time is up, you beautiful house!

“What valuable objects are being sacrificed to the flames! Does this still have anything to do with war? Or is it precisely what war is like?” Publius wondered. A violent crackling and the rising heat, spreading from above into the lower rooms, reminded him of his task.
The next room was an enormous kitchen. It took up so much space that only one other room adjoined it at the back. In the ever-increasing heat, Publius was already beginning to sweat.
He didn’t bother to examine the kitchen furnishings more closely. Otherwise, he would undoubtedly have noticed a white cap and an equally white robe, the kind priestesses wore in the Tamith temple.

A glass door blocked his way. It, too, was firmly locked. He could have smashed it with his foot, or even with his whole body, but an unconscious feeling held him back, as if he had cut himself on glass in a similar situation before. The sword would have to do the trick. He drew back his arm, and with a loud crash, the force of the thrust shattered the glass wall.

He had stumbled into a bedroom. A dark red light shone in from the window. So the two upstairs had already finished with the back rooms. The wooden ceiling creaked ominously. Publius felt like an executioner taking pity on his victim. But the beads of sweat trickling from his forehead and the occasional spark that had found its way through the beams made his left arm slam against the bed laden with silk blankets.

The dimness of a niche to his left gave way to the bright light of the torch. Publius abruptly jerked it back.

Karthago von Peter Klopp ©

Magalia’s letzte Villa in Flammen

In Windeseile wurden die Fackeln angesteckt und alsbald stürmten die drei die Treppe hinauf zum Haupteingang. Man fand ihn offen. Die Holzstufen zum ersten Stock stöhnten unter der Last der beiden Legionäre. Die erste Zimmertür war verschlossen. Ein kräftiger Fußtritt ließ jedoch die dünne Holztür krachend einbrechen. Publius war in einen Herrensalon geraten. Die Wände waren mit geschnitztem Zypressenholz verkleidet.

Mit raschem Blick überflog Publius das Zimmer. Ledersessel blickten ihn schweigend an. Der niemals fehlende Tisch glänzte matt mit seiner blank polierten Marmorplatte im diffusen Tageslicht. Da fiel sein Blick auf einen kleinen Holzschemel, auf dem ein mit Purpur überzogenes Kästlein stand. Ein punisches B war reichlich verziert und verschnörkelt, im Purpur mit blauer Seide eingestickt. nIn der Hoffnung, zum Schluss noch einen wertvollen Fund zu machen, griff er hastig danach, die Brandfackel in eine Tonvase steckend. Die Besitzer hatten es wohl in der Eile vergessen.

Er klappte den Deckel auf und ein Bündel Briefe bot sich dem erstaunten Betrachter dar, Enttäuscht und beschämt zugleich, schloss er das Kästlein wieder und schaute sich schnell um, ob ihn vielleicht jemand beobachtet hatte. In der Ecke tropfte hell und munter eine Wasseruhr. Publius ging auf sie zu und schaute in den oberen Wasserbehälter. Kein Wasser war mehr da, darin zu erkennen. Der Zeitmesser stand auf Null. Ping, ping, ping fielen eintönig die Zeittropfen herab. Kein Mensch wird dich jemals wieder auffüllen. Wenn der letzte Tropfen gefallen ist, ist deine Zeit auch abgelaufen, du schönes Haus!

„Welch wertvolle Gegenstände werden doch den Flammen preisgegeben! Hat das noch was mit Krieg zu tun? Oder ist es gerade das Krieg?“, fragte sich Publius. Ein heftiges Prasseln und steigende Hitze, die sich von oben über die unteren Räume breitmachte, erinnerten ihn an seine Aufgabe. Der nächste Raum war eine riesige Küche. Sie nahm so viel Platz ein, dass sich nur noch ein Zimmer nach hinten anschloss. Bei der immer größer werdenden Hitze begann Publius schon, anzuschwitzen. Und er machte sich nicht mehr die Mühe, die Kücheneinrichtung genauer zu untersuchen. Sonst wäre ihm zweifellos auch eine weiße Haube und ein ebenso weißes Gewand aufgefallen, das Priesterinnen im Tempel der Tamith zu tragen pflegten.

Eine Glastür versperrte ihm den Weg. Auch sie war fest verschlossen. Mit dem Fuß oder gar mit dem ganzen Körper konnte er sie zerschlagen, aber ein unbewusstes Gefühl hielt ihn zurück, als hätte er sich in einer ähnlichen Situation schon einmal am Glas geschnitten. Das Schwert musste ihm helfen. Weit holte er aus und unter der Gewalt des Stoßes zersprengte unter lautem Getöse die Glaswand.

Er war in ein Schlafzimmer geraten. Ein dunkelroter Schein fiel durchs Fenster. Die beiden oben hatten die hinteren Zimmer bereits fertiggestellt.

Die Holzdecke knarrte bedrohlich. Publius fühlte sich wie ein Henker, der Mitleid mit seinem Opfer empfand. Doch die Schweißperlen, die ihm von der Stirn rannen, und die gelegentlichen Funken, die durch die Balken zuckten, ließen seinen linken Arm gegen das mit Seidendecken bedeckte Bett schlagen.

Das Dämmerlicht einer Nische zu seiner Linken wich dem hellen Schein der Fackel. Publius riss sie abrupt zurück.

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