The Peter and Gertrud Klopp Family Project

Reflections on Life, Family and Community

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Baroness Anna von Waldenfels (née Klopp) – Part XI

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Georg von Waldenfels

His Aryan Background under Scrutiny

The investigation process by the “department for Racial Purity” was dragging on deep into the war years and hung like the Sword of Damocles over Georg von Waldenfels. On May 1943 he received the following threatening message, “In his letter to the personnel main office dated April 15, 1943, the Reich’s Leader SS (Himmler) has ordered the review of your ancestry.” On June 12, 1943, the department for racial questions toned down the threat, “The Reich’s Leader SS desires the process for final clarification to start right after the end of the war.” Sepp Dietrich must have put a word in for Georg.

Two aspects saved von Waldenfels, who himself was caught in the Nazi net of racial insanity: The generosity of the SS towards people from the aristocracy even burdened with a questionable ancestry background. The name counted, when it could be used to advantage for the ’NS Movement’. Secondly, during the war against Poland and later as administrator in the agricultural field at Glückshütte near Schrimm/Posen Georg had earned considerable recognition for his work.

Whoever might have been Georg’s supporter, his SS career continued with lightning speed. On July 1, 1942 in Schrimm Georg was promoted to the rank of  lieutenant. With full support of his friend and boss Sepp Dietrich, he could boast bearing the rank of captain in April 1943. In the fateful and dangerous month of May Dietrich’s influence brought about Georg’s promotion to the rank of major in the SS. Right from the first contact with Sepp Dietrich Von Waldenfels had unerringly placed his bet on the right horse. Two promotions within 8 weeks from April to June 1943 is quite a remarkable fact. Sepp Dietrich must have had a ‘Spezi’ (Bavarian: meaning friend) in the department for racial questions making it clear with the bold statement, “I decide, who is a Jew!” Indeed he could care less whether Georg had a non-aryan grandmother or not.

Both Sepp and Georg knew how to play the game in this complex multi-faceted system, which in spite of its reputed ruthlessness left significant gaps, which allowed personal initiative, civil courage and connections to change or even reverse an administrative decision. Of course, outsiders had no such luck. However, if the Nazi regime had survived the year 1945, Georg von Waldenfels’s SS career would have in the long run ended in a big fall.

To be continued next Friday …

Albert Schweitzer – Seminar #30

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Ein Tag im Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene in den Jahren 1932 – 1935

7 Uhr. Es läutete der Gong. Albert Schweitzer rief die Krankenpfleger, Krankenschwestern, Köche. Schneider, Wäscher, Arbeiter und Ärzte, um mit ihnen die wichtigsten Arbeiten zu besprechen.

7..30 Uhr: Das weiße Personal nahm das Frühstück ein. Das schwarze Personal bereitete sich das Essen auf die Weise an, wie sie es von zuhause aus gewöhnt waren. Nach dem Frühstück wurden zunächst die Tiere gefüttert.

8 Uhr: Arbeitsbeginn: Nach dem Frühstück begann für alle die Arbeit. Sie war sehr verschieden:

Operationen: An drei Tagen in der Woche wurde operiert.

Visite: Alle schwerkranken Patienten wurden an ihren Betten aufgesucht und untersucht und ihre weitere Behandlung entschieden.

Sprechstunden: An den Tagen, an denen nicht operiert wurde, fanden Sprechstunden wie beim Hausarzt statt. Viele Krankheiten und Verletzungen wurden behandelt, Medikamente ausgegeben und schwangere Mütter beraten.

Aufnahme neuer Patienten: Viele Kranke meldeten sich und warteten geduldig, bis sie an der Reihe waren. Jeder Kranke erhielt eine Karteikarte. Auf ihr stand der Name des Patienten und die festgestellte Krankheit. Danach wurden die Behandlung und die Medikamente aufgeschrieben, die der Kranke erhielt. Am Schluss stand dann: entweder „geheilt entlassen“, „verstorben“ oder „davon gelaufen“. Manche Patienten liefen nämlich einfach nachhause, wenn sie nicht mehr behandelt werden wollten.

Pflege des Spitalgartens: Leicht erkrankte Patienten oder Angehörige von Patienten wurden gebeten, notwendige Arbeiten durchzuführen, für die keine anderen Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Im Garten musste das Unkraut gejätet werden, in der Trockenzeit mussten die Pflanzen gegossen werden, in den Boden musste Dünger eingebracht werden, neue Kulturen mussten ausgesät oder gepflanzt werden, dazu zählten Bohnen, Tomaten, Salate, Bananen und andere Früchte.

Bauarbeiten: Im Spital wurde ständig gebaut. Zimmerleute und Maurer mussten Fundamente gießen, Balken errichten, Bretter annageln und die Dächer mit Wellblech decken. An all diesen Arbeiten beteiligte sich auch der Doktor und leitete sie.

Wäsche waschen: Ein Wäscher und fünf Frauen wuschen die täglich anfallende Wäsche, die Kittel, Bettwäsche, Verbände und Handtücher. Zur Trocknung legte man die Wäsche über Sträucher und Büsche. Ein Mann, der taubstumm war, also nicht hören und sprechen konnte, bügelte die Wäsche.

Schneiderei: Wenn Wäsche eingerissen war oder Löcher bekam, musste sie von Schneiderinnen wieder geflickt werden. Man konnte ja nicht ständig neue Wäsche kaufen.

Speiseplan: Den Speiseplan beriet Albert Schweitzer mit dem Koch. Eine große Auswahl gab es nicht. Drei- bis viermal in der Woche gab es Reis. Kartoffeln gab es selten. Sie galten als Delikatesse, denn sie kamen aus Europa. In Afrika wachsen keine Kartoffel, weil es dort zu heiß ist. Bei uns wachsen keine Bananen, weil es zu kalt ist. Eigentlich sollte jeder das essen, was bei ihm wächst.

Alle die genannten Arbeiten wurden von treuen Mitarbeiterinnen des Doktors wie Emma Haussknecht geleitet.

12 bis 14 Uhr: Mittagspause. Sie wurde mit einem Gong eingeläutet. Wegen der großen Hitze in der Mittagszeit mussten alle Hospitalbewohner ruhen. Sie mussten sich auch von der anstrengenden Arbeit des Vormittags erholen.

14 Uhr: Fortsetzung der Arbeit. Auch jetzt ertönte wieder der Gong. Alle am Vormittag begonnenen Arbeiten wurden nun fortgesetzt.

17.45 Uhr: Feierabend. Die Arbeit wurde beendet. Der Gong rief zum Abendessen. Albert Schweitzer sprach das Gebet. Man aß in aller Ruhe und unterhielt sich dabei über die Geschehnisse des Tages, aber auch über Freud und Leid.

Nach dem Abendessen spielte Albert Schweitzer auf seinem Harmonium Abendlieder oder Werke von Johann Sebastian Bach. Eines der Abendlieder hieß „Guten Abend, gut’ Nacht…” Dieses Lied wollen wir auch einmal singen, weil es so schön ist.

Ab 21 Uhr: Es begann die Nachtruhe. Dazu läutete eine Glocke. Alle Feuer auf dem Spitalgelände wurden gelöscht. Die Spitalbewohner gingen nun schlafen.

Nur Albert Schweitzer setzte sich an seinen Schreibtisch im Doktorhaus, zündete die Petroleumlampe an und las oder schrieb. Er las philosophische oder andere wissenschaftliche Bücher, schrieb selbst viele Bücher, aber er beantwortete auch alle Briefe, die er erhielt. Oft arbeitete er bis zum Morgengrauen. Auf seinem Schreibtisch schnurrte ein Kätzchen und zu seinen Füßen schlummerte eine kleine Antilope.

Albert Schweitzer – Seminar #29

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Über das Leben der Afrikaner im Urwald

Heute wollen wir uns einmal anhören, was Albert Schweitzer von den Afrikanern erzählt hat, die im Urwald leben. Das Leben dort war nämlich ganz anders als bei uns. Die Afrikaner wohnten in kleinen Siedlungen, zu denen keine festen Straßen führten. Wollte man zu ihnen gelangen, musste man einen Fußweg benutzen, der durch den Wald, durch Sümpfe oder Gewässer und über Berge führe. Es gab dort auch keinen Straßendienst, der die Wege pflegte. Ständig mussten Frauen und Männer mit großen Messern oder Äxten den Weg freihalten, weil er sonst mit den vielen Pflanzen zuwachsen würde In den Siedlungen wohnten die Afrikaner in unterschiedlichen Unterkünften. Ärmere Menschen bauten sich ihre Hütten aus Bambusstäben und Palmenblättern. Die Palmenblätter waren aber nicht so dicht, dass kein Regen hindurch tropfte. So wurden die Menschen in der Regenzeit oft nass. Diese Menschen waren auch deshalb arm, weil sie keinen Ackerbau und kein Handwerk betrieben. Sie sammelten nur Früchte im Wald, jagten Wild oder fingen Fische. Aber sie hatten nichts, was sie verkaufen konnten.

Doch es gab auch andere Siedlungen, in denen es die Menschen besser hatten. Sie rodeten immer wieder ein Stück Wald und pflanzten auf die frei gewordene Fläche Obst und Gemüse. Es wuchsen in den Gärten Bananen, Maniok und viele andere Pflanzen, die wir hier nicht kennen, weil es bei uns zu kalt ist. Die Leute hielten sich auch Haustiere wie Ziegen und Hühner und wer geschickt war, fertigte Eimer, Musikinstrumente oder kunstvolle Figuren aus Holz an. So erzeugten sie mehr, als sie selber brauchten, und konnten das, was sie übrig hatten, in der Stadt auf dem Markt verkaufen: Eier und Milch, Bananen, Holzeimer und Figuren. Für das Geld, das sie für ihre Produkte erhielten, konnten sich die Menschen dann Werkzeuge oder Kleidung, Gartengeräte oder Bretter kaufen. Mit den Brettern bauten sie sich kleine Häuschen, in denen sie besser wohnen konnten als in den Palmenhütten zuvor. Sie konnten mit dem verdienten Geld aber auch ihre Behandlung im Albert- Schweitzer-Spital in Lambarene bezahlen, falls sie einmal krank wurden. In manchen Dörfern legten die Menschen auch ihr Geld zusammen und bezahlten einen Lehrer, der ihren Kindern Lesen. Rechnen und Schreiben beibrachte. Das war sehr klug!

Es gab aber auch Menschen, die einfach nicht genug haben konnten. Sie wollten immer mehr als ihre Mitbewohner in der Siedlung. Deshalb gingen sie zu den Fabriken in der Stadt oder zu einer der großen Farmen auf dem Land, um dort zu arbeiten. Einige von ihnen sparten sich das Geld, das sie dort verdienten, und konnten dann ihren Frauen und Kindern schöne Kleider oder Spielzeug kaufen. Aber viele wurden auch bettelarm. Das kam so: Die weißen Menschen aus Europa, denen die Fabriken oder die Farmen gehörten, hatten manches Gute vollbracht. Aber manche von ihnen haben auch viel Böses angerichtet. Zu dem Bösen zählt zum Beispiel der Alkohol, den sie mitbrachten. So wie in Nordamerika die Indianer, so litten in Afrika die Afrikaner durch den Alkohol. Für das Geld, das sie sich erarbeitet hatten, kauften sie sich keine schönen Sachen, sondern Alkohol. Der Schnaps hat ebenso viele Menschen umgebracht, wie in den Kriegen totgeschossen worden waren. Deshalb ist es besser, wenn man keinen Schnaps trinkt. Auch bei uns gibt es nicht wenige Menschen, die vom Alkohol krank geworden sind. Dasselbe gilt für Zigaretten und Drogen. Sie sind Gift, und man soll sich doch nicht selbst vergiften! Deshalb war im Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene der Alkohol verboten.

Auch heute noch ist das Leben der Afrikaner sehr unterschiedlich. Die meisten von ihnen sind immer noch sehr arm. Deshalb muss man ihnen helfen, damit sie sich selbst helfen können. Ein gutes Beispiel dafür ist das Albert- Schweitzer-Spital in Lambarene. Früher gab es dort nur weiße Ärzte, aber heute arbeiten dort Afrikaner, die genauso gute Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger sind, wie es zuvor die Europäer waren. Albert Schweitzer gab uneigennützig Hilfe zur Selbsthilfe!

Wir merken uns:

Man soll fleißig arbeiten, um zufrieden zu leben. Aber man soll nicht habgierig werden und immer mehr haben wollen. Dadurch wird man nicht glücklicher.

Man soll gesund leben und Gifte wie Alkohol, Tabak oder Drogen meiden. Kein kluger Mensch vergiftet sich selbst.

Albert Schweitzer – Seminar #26

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Tabus und Aberglaube

Wisst ihr, was Tabus sind? Nein? Dann will ich versuchen, es euch zu erklären. Also, wenn man etwas auf keinen Fall tun oder sagen darf, dann nennt man das ein Tabu. Auch bei uns kann etwas tabu sein. Zum Beispiel ist das Lügen oder das Stehlen oder jemanden ganz schlimm beschimpfen oder über jemanden etwas Unwahres behaupten ein Tabu. Auch ist das Privatleben von Menschen tabu. Da mischt man sich eben nicht ein. Ohne diese und andere Tabus können Menschen nicht friedlich zusammenleben.

Leider gibt es aber auch Tabus, die mit Aberglauben verbunden sind. So etwas war früher auch bei uns und ist bis heute noch unter anderem in Afrika verbreitet. Mit solchen Tabus können Menschen gequält, verängstigt und betrogen werden. Ich will euch einige Beispiele erzählen, die Albert Schweitzer in Afrika erlebt hat.

Bei einem bestimmten Stamm der Urwaldbewohner durfte ein Mann, dessen Frau ein Kind erwartet, keinen Nagel in die Wand schlagen, nicht ein Loch im Boden mit Erde ausfüllen oder einen Zug von Wanderameisen überschreiten. Das war für ihn tabu. Wenn er es doch tat. würden seine Frau und sein Kind sterben.

Noch schlimmer war zum Beispiel, dass der Vater bei der Geburt eines Kindes Tabus ausspricht, an das sich das Kind ein Leben lang halten muss. So erhielt ein Mädchen bei seiner Geburt vom Vater das Tabu, dass es nie einen Besen anfassen dürfe. Als das Mädchen dann groß und erwachsen war, musste es ihr ganzes Leben lang den Schmutz mit ihren Händen zusammenstreichen und wegtragen.

Ein Mann hatte das Tabu erhalten, dass er nicht am Kopf berührt werden durfte. Einmal wurde er vom Doktor untersucht, ob er Fieber hatte. Der Arzt wollte seine Hand auf die Stirn des Mannes legen, als dieser in Ohnmacht fiel. So große Angst hatte er davor, dass ihn der Arzt am Kopf berührt und damit das Tabu bricht. Ist das nicht schlimm?

Ganz besonders schlimm erging es einem kleinen Jungen. Er hatte das Tabu bekommen, dass er keine Bananen essen durfte. Er durfte noch nicht einmal Speisen essen, die in einem Topf gekocht worden waren, in dem zuvor Bananen zubereitet worden waren. Eines Tages ereignete es sich, dass dieser Junge einen Fisch gegessen hatte, der in einem solchen Bananen-Topf gekocht worden war. Stellt euch vor, als der Junge das erfuhr, bekam er Magenkrämpfe und starb bald darauf. Ist das nicht schrecklich?

Ein anderer Aberglaube ist, dass ein Mensch den anderen verzaubern kann. So verfluchte ein Vater seine Tochter, indem er sagte, dass sie oder ihr Kind nach der Geburt sterben werde. Die arme Frau glaubte an diesen Zauberfluch. Sie gebar ein gesundes Kind und wollte es am Leben erhalten. Dafür starb aber die Frau auf rätselhafte Weise. Das kleine Kind brachte man zu Albert Schweitzer in das Hospital, wo es liebevoll aufgenommen und mit einer Flasche aufgezogen wurde. Durch diesen Aberglauben mit den bösen Tabus hatte es aber seine Mutter verloren.

So können Aberglaube und Tabus die Menschen krank machen. Deshalb muss man abergläubische Menschen aufklären. Denn Aberglaube ist eine gefährliche Dummheit.

Doch es gibt auch lustige Geschichten über den Aberglauben. Eine Frau gebar ein Kind im Urwald Hospital. Sie wollte, dass ihr Kind so gut und so klug werden sollte wie der Doktor und nannte den Jungen „Doktor Albert“. Ein Heilgehilfe hatte zwei Töchter. Er wünschte, dass die beiden Mädchen so lieb und so tüchtig werden sollten wie die zwei Gehilfinnen von Albert Schweitzer Emma Haussknecht und Mathilde Kottmann. So nannte er die beiden Mädchen Emma und Mathilde. Aber so etwas gibt es auch bei uns. Wie viele Eltern nennen nicht ihre Kinder nach Schauspielern, Sportlern oder

Schlagerstars! Und so manches Kind muss sich dann sein Leben lang über seinen Namen ärgern, weil die Stars schon längst vergessen sind. Ihr aber habt ja allen so schöne Namen und könnt euch freuen, dass ihr so kluge Eltern habt.

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Albert Schweitzer – Seminar #21

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Ein Pelikan erzählt aus seinem Leben

Albert Schweitzer erzählt von Afrika und von den Afrikanern

Ich bin ein schöner Pelikan und habe viel erlebt. Davon möchte ich euch etwas erzählen. Als ich ganz klein war, saß ich mit meinen zwei Brüdern in einem Nest ganz oben auf einem Baum. Wir drei Jungen hatten immer Hunger. Wenn unsere Eltern angeflogen kamen, sperrten wir unsere Schnäbel weit auf. Dann steckten sie uns kleine Fische in den Schnabel, die sie im Ogowe-Fluss für uns gefangen hatten. Solange wir in unserem Nest waren, ging es uns gut.

Eines Tages aber, als ein Sturm an den Bäumen rüttelte, fielen wir aus unserem Nest ins Wasser. Wir schwammen schnell auf eine rettende Sandbank. Noch bevor wir uns ein paar Fische selbst fangen konnten, kamen Afrikaner, verjagten unsere Eltern, banden uns die Füße zusammen und steckten uns in einen engen Korb. Wir hatten große Angst, weil wir nicht wussten, was sie mit uns vorhatten. Doch sie stiegen in ein Boot und fuhren auf dem Fluss davon. Schließlich kamen wir an einen Ort im Urwald, der am Ogowe lag. Dort standen viele kleine Häuser und liefen Leute hin und her. Aus einem dieser Häuser, die mit Palmenblättern bedeckt waren, trat ein großer Mann heraus, der einen weißen Kittel trug. Ihm wollten die schwarzen Leute uns verkaufen. Der Mann im weißen Kittel war der Urwalddoktor Albert Schweitzer. Der schimpfte mit den schwarzen Leuten: „Ihr habt die jungen Pelikanküken ihren Eltern weggenommen!“, sagte er. „Das ist eine Sünde! Was würdet ihr wohl sagen, wenn man euch den Eltern weggenommen hätte?“ Doch der Doktor hatte Mitleid mit uns drei Jungen, gab den schwarzen Leuten etwas Geld und nahm uns zu sich. Er wollte nicht, dass wir woanders verschachert werden würden oder vielleicht gar verhungerten.

Als die schwarzen Leute weggegangen waren, sagte der Doktor zu einer Pflegerin, die hinzugekommen war und Emma Haußknecht hieß: „Jetzt müssen wir die drei kleinen Pelikane füttern und ihnen eine Wohnung geben!“ Keiner wusste aber, welch großen Hunger wir hatten! Während der Doktor einen Stall aus Brettern baute, fing die Pflegerin für uns Fische, damit wir etwas zu fressen hatten. Eigentlich taten ihr die kleinen Fische leid, weil sie wegen uns sterben mussten. Aber wir wollten ja auch leben! Weit sperrten wir unsere Schnäbel auf und konnten nicht genug bekommen. Sogar große, dicke Karpfen schlangen wir herunter. Als wir endlich satt waren, setzte man uns in den neuen Stall, in dem trockene Blätter lagen. So konnten wir weich sitzen und gut schlafen. Der Doktor ermahnte Fräulein Emma noch: „Dass mir niemand die Pelikane anfasst außer ihnen! Man könnte sie verletzen oder sogar ihre Flügel brechen.“ In der Nacht schliefen wir herrlich und träumten von den kleinen Fischen und dem großen Doktor. Am nächsten Morgen weckten uns die aufgehende Sonne, die bellenden Hunde, die gackernden Hühner und die kreischenden Gänse – aber auch unser Hunger! Bald kam Fräulein Emma und fütterte uns wieder mit Fischen. Dabei schnappten wir mit unseren Schnäbeln so gierig zu. dass wir das Fräulein an der Hand verletzten und den Arm zerkratzten. Sie war uns aber nicht böse, denn sie wusste ja, dass wir das nicht mit Absicht taten.

Weil ich der Jüngste und Kleinste von uns drei Brüdern war, liebte mich der Doktor ganz besonders. Er und Fräulein Emma nahmen mich auch in Schutz, wenn mir meine Brüder die Fische wegfressen wollten. Ein anderes Fräulein, das man auch Doktor nannte, kam zu uns mit einem kleinen schwarzen Kästchen und sagte: „Das muss ich knipsen!“ Was das bedeutete, wussten wir natürlich nicht. Später zeigte man uns Bilder, auf denen ich zu sehen war. Wie das kleine Kästchen das gemacht hatte, habe ich nie erfahren. Könnt ihr euch, liebe Kinder, denken, was es mit dem schwarzen Kästchen auf sich hatte? Meine beiden Brüder waren viel größer als ich und konnten schon viel eher mit ihren Flügeln schlagen und auf ein Drahtgitter flattern. Dort oben fingen sie die Fische auf, die ihnen Fräulein Emma zuwarf. Ich konnte das noch nicht. Bald darauf flogen meine Brüder sogar schon zum Fluss hinunter und fingen ihre Fische selbst. Mir gelang das erst viel später. Doch von den paar Fischen, die ich dann fangen konnte, wurde ich nicht satt. Auch vom Wasser auffliegen, konnte ich noch lange nicht, weil ich zu schwach war. „Aller Anfang ist schwer“, tröstete mich der Doktor. Und eines Tages schaffte ich es doch, vom Wasser aufzufliegen. Das hatte der Doktor vom Ufer aus beobachtet und rief laut: “Bravo!“ Da war ich mächtig stolz. Nun konnte der Doktor beruhigt wieder in sein Haus gehen und musste sich nicht mehr um mich sorgen. Er hatte nämlich immer viel zu tun. Am Sonntagnachmittag schrieb er zum Beispiel gerne Briefe. Er antwortete auf jeden Brief, auch wenn er müde war und ihm sein rechter Arm wehtat.

Im Sommer herrscht in Afrika die Trockenzeit. Da gibt es keinen Regen und die Flüsse trocknen aus. Nur kleine Tümpel bleiben übrig. Das ist für die Fische schlecht, aber für die Pelikane gut. Die können nämlich nun leichter die Fische fangen. Deshalb kamen auch viele andere Pelikane angeflogen, um sich satt zu fressen. Sie hatten keine Angst vor den Menschen, denn sie waren wie ich früher einmal im Hospital aufgezogen und gut behandelt worden. Nun konnte ich auch schon mit den anderen großen Pelikanen hoch in der Luft fliegen. Wie schön konnte man über den weiten Urwald sehen!

Im Herbst flogen dann meine Brüder mit den anderen Pelikanen weg zu den großen Seen und Sümpfen. Aber ich blieb doch lieber bei meinem Doktor und dem Fräulein Emma. Das Hospital war mein Zuhause geworden und die freundlichen Menschen waren meine Familie. So ging es den anderen Tieren auch, den Äffchen und den Antilopen. Keiner wollte mehr weg. Ernähren konnte ich mich ja inzwischen selbst. Ab und zu bekam ich auch von den Fischern ein paar Happen zusätzlich. Ich ging auch nicht weg, wenn mir hübsche Pelikandamen vorschlugen, davon zu fliegen und gemeinsam auf einem hohen Baum ein Nest zu bauen und eine eigene Familie zu gründen. Ich saß lieber auf dem Sessel des Doktors als in einem Nest auf einem wackelnden Baum. Außerdem liebte ich den Doktor und die Tante Emma mehr als alle Pelikandamen zusammen.

Und schließlich war ich auch eine Respektsperson im Hospital geworden! Alle anderen Tiere hatten Achtung vor mir. Nur ein anderer Pelikan nicht, den man „Professor“ nannte, weil er einen Federschopf am Kopfe trug. Der wollte mich verdrängen und sich beim Doktor einschmeicheln. Einmal hatte der Doktor nur einen Fisch. Den gab er aber nicht mir, sondern dem „Professor“. Mir aber sagte er: „Man soll immer zuerst an die anderen denken und an sich selbst zuletzt! Für ein gutes Herz ist das Geben schöner als das Nehmen!“ So ganz glaubte ich dem Doktor das nicht. Aber ich bin ja kein Mensch, sondern nur ein kleiner Pelikan.

Man nannte mich den „Pelikan des Doktors“. Das war mehr als nur „Professor“! Alle Menschen waren deshalb auch freundlich zu mir. Mit den Ziegen und den Schafen verstand ich mich sehr gut. Auch mit den Hühnern und den Antilopen. Nur mit den Hunden nicht. Die wollten mich nämlich manchmal überfallen. Doch dann wehrte ich mich mit meinem langen Schnabel. Davor hatten sie doch Angst und liefen schnell davon.

Ehrlich gesagt: Manchmal war ich auch ein rechter Schlingel! Dann nahm ich mir zwei Pelikan-Kumpels und flog zu den Fischerfrauen, die am Ufer des Ogowe in einem Kahn saßen und Fische für die Küche putzten. Wir setzten uns ganz friedlich auf den Rand des Bootes und taten so, als ob uns die Fische überhaupt nicht interessierten. Plötzlich flatterten wir aber laut und kräftig mit unseren großen Flügeln, so dass die Frauen Angst bekamen und weggelaufen sind. Schnell stürzten wir uns auf die Fische und fraßen uns satt. Aber das konnte der Doktor gar nicht gut leiden. Er schimpfte sehr mit uns und nannte uns „kleine Spitzbuben“. Da haben wir uns doch geschämt.

Einmal hat uns der Doktor sogar das Leben gerettet, obwohl wir wieder einmal Fische gestohlen hatten. Diese Fische waren nicht einzeln, sondern zusammengebunden. Als ich einen Fisch herunterschlingen wollte, konnte ich das nicht, weil gleich der nächste Fisch hinterher kam. Fast wäre ich daran erstickt. Da kam der Doktor herbei, griff mit seinem Arm tief in meinen Hals und holte den Fisch wieder heraus. Dafür bin ich ihm noch heute dankbar. Wenn es Nacht war, saß ich oft auf einem Balken im Doktorhaus und hielt Wache. Wenn jemand zum Doktor wollte, fing ich an zu zischen. Das sollte eine Warnung sein. Wer diese Warnung nicht beachtete, erhielt von mir einen Schnabelhieb auf den Kopf. Doch dem Doktor war das gar nicht recht. Der war nämlich gegen Gewalt. Er brummte nur vor sich hin: „Lieber Pelikan, lieber Pelikan!“ Da wusste ich, dass ich etwas falsch gemacht hatte. Manchmal redete er auch nachts lange durch die Fensteröffnung mit mir, so wie er mit seinen Freunden sprach. Er machte keinen Unterschied zwischen den Menschen und zwischen Menschen und Tieren, auch wenn ihn manche nicht verstanden.

Nur mit dem Koch hatte ich manchmal Probleme. Ihm hatte der Doktor nämlich gesagt, dass er mir immer, wenn es Fisch gab, etwas zu fressen geben sollte. Doch das tat der Koch oft nicht und aß den Fisch lieber selbst. Deshalb habe ich ihn einmal so ins Bein gehackt, dass er auf den Tisch springen musste. Da habe ich doch laut gelacht.

Von den meisten Menschen habe ich mich immer etwas fern gehalten. Man wusste ja nie! Jedenfalls habe ich mich immer nur vom Doktor und von Fräulein Emma anfassen lassen. Die beiden kasperten dann immer richtig rum mit mir. Sie hielten mir den Schnabel zu, zogen mich an meinem langen Schnabel hinter sich her oder hielten mich auf dem Arm wie einstmals Hans im Glück seine Gans. Das machte mir mächtig Spaß!

So lebte ich im Urwaldhospital, wo nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren geholfen wird. Das ist noch heute so, weil Albert Schweitzer das so wollte und alle wissen, dass man im Frieden Zusammenleben kann, wenn alle Frieden wollen und sich achten.

Und wie denkt ihr darüber. Kinder?

THE MINING ERA OF THE CANADIAN COLUMBIA by Bill Laux – Chapter 18

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RED MOUNTAIN

At the same time the Hall brothers had been opening their Silver King mine in 1887, a  pair of prospectors, George Leyson and George Brohman were toiling over the Dewdney trail.   They had left their their exhausted diggings on Rock Creek to have a look at the new silver-copper discoveries at Toad Mountain mines.    After climbing the long set of switchbacks out of Little Sheep Creek, they were on top of the divide looking down the headwaters of Trail Creek about a mile and a half north of the boundary.    As they halted for a short rest, they noticed some dull grey quartz outcrops beside the trail.   They examined these and suspected silver.

Leyson and Brohman were hard rock miners, and they knew that quartz sometimes carried gold.   Although they were simple miners without resources, they knew how to make a crude field test for minerals.   Gold bearing quartz, they knew, was most often a clear white or a rusty brown.   Quartz with silver, they had heard, was dingy grey, an oyster colour, or sometimes almost black.   The field prospector’s first test was to knock off a small piece of promising rock and lick it with his tongue.  This was long established procedure.   Every prospector had a tongue, and it was his first tool of assay.   The mining camp saloons of Rock Creek, of Colville and Ainsworth, were full of men displaying specimens of ore to their cronies, who would at once apply their tongues, and then examine spit-shiny surface with the hand lens each carried.   The saliva — water would do as well — made any flecks of mineral shiny and more visible.   A quick gulp of whiskey took away the foul metallic taste if the mineral were copper or lead.

Leyson and Brohman, up on the Trail Creek Divide, licked their samples and held them to the sunlight, peering at them through their hand lenses.   What they saw were thin, spidery dark blue lines running through the quartz, possibly carrying gold or silver.   They had no commercial assay outfit such as that George Hearst had carried.   However, they knew a few tricks.   They knew that a piece of rock barren of mineral and the size of a small egg, should weigh two ounces, more or less.   They hammered out an egg sized chunk of the quartz they had found.   They carried no scale, or set of weights.   But they had knives and a shot glass from a saloon.   They whittled out a stick, notched its ends and balanced it on the edge of a shovel.   Two identical tin cups were hung from its ends.   The egg sized chunk of quartz was placed in one cup; in the other they poured two shot glasses of water.   If two ounces of water failed to balance the rock, some heavy mineral must be contained in it.   The rock in the cup refused to rise: they had mineral.

Next, they crushed the rock to powder by pounding it with an axe head in their frying pan.   They then carefully poured  the  powdered rock into their “matrass.”   Every knowledgeable prospector carried his “matrass.”   A “matrass” is a test tube.   The word is Arabic, coming from the very first Mediterranean miners.   It went into Spanish, and the Mexican miners in the Southwest taught it to the American miners along with these ancient techniques.

To the powdered sample in their matrass they added mercury, which every miner carried in a small bottle to amalgamate small fleck of gold too tiny to separate by washing.   Salt and soda from their food supply were added , and the tube was filled with water, shaken well, and boiled.   A tiny, pinhead button formed in the bottom of the tube.   This was an amalgam of mercury with some metallic mineral.   The button was carefully removed, washed, and placed on a shovel which was held over the fire to vaporize the mercury.   A very tiny pellet of sponge gold was left.   Their sample contained gold.   The discovery was worth staking.

The field test for silver was more complex.   We do not know if Leyson and Brohman carried nitric acid with them.   If they did, they would have added nitric acid and salt to some of the pulverized rock and gently heated the mixture in their matrass.   If any silver was present it would form a thick, white cloud of silver chloride in the bottom of the tube.   If this were held up to bright sunlight, the white cloud would quickly turn a purply black, an infallible sign of silver.   If the sunlight refused to darken the cloud, they had lead.   If they suspected copper, they could add ammonia.   If then, the white cloud turned blue, copper was confirmed.   Or, lacking ammonia, a knife blade could be dipped into the mixture, and if copper were present it would be deposited on the knife as a reddish stain.

Whatever tests Leyson and Brohman made, they convinced themselves sufficiently to set up camp there on the divide and begin digging on the showing with hand tools.   They staked the location as the Lily May, and worked on it all summer, with picks, sledges, rock drills and shovels, putting down a pit some eighteen feet deep.   They hauled  several tons of ore out of the pit and piled them beside it.   They took samples of this ore to the nearest assayer, probably in Colville.    He reported that the ore ran $4.00 in gold and 29 ounces of silver ( at 90¢ per ounce)  to the ton.   This was not enough to pay for packing the ore to the Columbia for boat transport to a smelter.   Leyson and Brohman therefore abandoned the Lily May, leaving the ore on the dump until such time as the politicians made good on their promise to improve the Dewdney Trail to a wagon road.

In 1889 Newlin Hoover and Oliver Bordeaux  restaked the Lily May.   With E. J. Roberts  laying Daniel Corbin’s track toward Colville at a blistering pace, and intending to push it to the Columbia in the next season, abandoned claims were being restaked all over Stevens Country and across the line in B. C.   Ore that had been too low in grade to pay for packing and wagon haul to Spokane, now might turn out to be commercial with cheap rail transport..

Wintering in Colville, as many prospectors did, was Joe Moris, a French Canadian miner.   In the Spring of 1890, he was hired by Hoover and Bordeaux to go north with Oliver Bordeaux, cross into Canada and do the assessment work on the Lily May.    

Even though snow still covered the ground around Colville on March 17, 1890, Bordeaux and Moris left by sleigh for the Columbia.   Hoover remained behind.   He had claims on Toad Mountain to visit and planned to meet them in Nelson later that Spring.   March was much too early in the season for prospecting, but Bordeaux and Moris wanted to be the first on Trail Creek Divide that spring to scout the ground and to locate claims before the less zealous arrived.  They would then be in a position to sell locations to newcomers.   But packing into the Kootenay mountains over the snow was a brutal proposition; only the strongest and most determined of men could hope to succeed. 

In later years Joe Moris was taught to read and write by his wife, and left this account of that 1890 expedition.

“We left Colville on the seventeenth day of March, 1890, and went as far as Little Dalles by sleigh, and there Mr. Bordeaux hired a boat and two men to help us up the river to the mouth of Trail Creek.  Here Mr. Bordeaux expected to have horses to do the packing from the river to the claim, but we found too much snow on the Trail so we could not use horse for packing.   So Mr. Bordeaux and I had to pack everything on our backs and as I remember it now, it was hard work as we had to travel over five feet of snow, and in the afternoon (when the sun would have softened the crust on the snow) it was impossible to get over it at all. It was not until we were very nearly through with the assessment work that the snow had gone off enough so I could see some bare patches of ground on the south slope of Red Mountain, which showed the surface to be very red and which attracted my attention at once.

“As we were about through with the work, Mr. Bordeaux informed me that he did not have any money to pay me there but he said he had some in Nelson, and I would have to go there for it.   I did not mind that as I had to go somewhere for supplies so I could come back and prospect.   

“We got through with the work at noon on the 18th day of  April, and in the afternoon I started across the country with the intention of going to Red Mountain, but on my way I found a good looking cropping and I stopped right there and located the Home Stake mineral claim and went back to camp.

  “The next morning we left for Nelson.   When we got there Mr. Bordeaux said he would leave the money for me in a day or two.   However, after some four or five days’ waiting, he told me that he had no money and could not pay me.   So I had to look for work.   I went up to the Silver King mine on Toad Mountain and got employment.   I worked there seventeen and one half shifts.

“Then I went down to Nelson and bought what little supplies I could pack on my back and started down the river (on the Government Trail to Sloat’s Landing) for Trail Creek.   But when I got there I found the weather was too bad to prospect so I went to work on the Home Stake and continued that work until Mr. Bourgeois and partner made their appearance.   They started to prospect together and I began prospecting also.   But it was only three days after they got there that Pat, who was Mr. Bourgeois’ partner (but his surname I cannot remember) had enough of the country and quit prospecting in disgust.

“It was then the Mr. Bourgoeis and I began prospecting together and on the second of July, 1890 we located the following claims: Centre Star, War Eagle, Idaho and Virginia, and I put two stakes on the extension of the Centre Star and called it Le Wise.

“We did not stake this claim with the intention of holding it, but just to secure the ground until we could get back from Nelson in case someone came in while we were gone — and also in case we might be able to do something with it.   We could not hold the ground ourselves as we had two claims apiece and that was all we were allowed according to the mining laws of British Columbia.   So we could not hold it even if we wanted to.”   (Evidently, Joe Moris had dropped the Home Stake claim.)

“The next morning, the third of July, we left for Nelson.   We arrived there on the fourth of July, 

the next day.”   (Moris and Bourgeois must have caught the steamer to Sloat’s Landing and made a very quick hike over the 24 mile trail to do this.)   “We had our samples assayed and out of ten samples the best was $3.25 and six of them showed no trace.   So as a natural consequence we were not very much excited over our find, in fact Mr. Bourgeois said he would not go back as the claims were not worth recording.  I thought better of it and told Mr. Bougeois that we had better have the claims put on record and go back and do some work on them, and see if we could not find some ore that had more value.   He consented to do that but he said he did not feel like paying out money to to have traces put on record.   Mr. Bourgeois said he knew Mr. E.S. Topping, who was Deputy Recorder at Nelson at that time, and if I did not mind it, he would go and see Mr. Topping and show him the ore and tell him how much we had of it.   And if he would pay for recording our four claims we would put him on a good extension on the west end of the Centre Star claim, which was as good as any one of our four locations.   This proposition was at once taken up and on the seventeenth of July we started for Trail Creek — and went to work on the Centre Star claim.”

Little Joe Moris was born Joseph Maurice, the fifth of ten childen in a Quebec family in 1864.   He left home at age 11 to work as a galley boy on board a boat on the Great Lakes.   He left the boat for kitchen work in a hotel.   When the Canadian Pacific Railwwy was building west, Moris with a partner joined a CPR construction crew, whipsawing lumber.   When three of the crew were killed by Indians, Moris decided he had enough of railroad construction and struck off alone.   With a small donkey carrying his possessions, he showed up in Colville, Washington around 1885 and sought work at the Old Dominion mine.    Moris recalled in a Spokesman-Review story in 1928, that Big Jack Hanley was looking for someone to wriggle into a narrow vein and mine out the high grade silver ore without wasting effort dealing with the waste rock.  Small Joe Moris was just the man he wanted, and hired him on the spot.  For the next five years Moris would work off and on at the Old Dominion, earning enough for a grubstake, then taking off into the mountains with his burro for some amateur prospecting on his own.   He was known as an honest and hard worker, uneducated, but could find work mining whenever he needed funds. Prospecting in the open air, rather than underground mining, was his life and his chosen vocation.  He continued this life of winter mining and summer prospecting until the trip to the Trail Creek Divide with Oliver Bordeaux in 1890.

After the Red Mountain discovery, Moris worked at opening up his and Bourgeois’ claims on Red Mountain until they were able to sell them.   With money in his pocket, Moris then went to Spokane to renew his acquaintance with Miss Rebecca Trego, a schoolteacher from Kansas City.   The pair were married in California  in 1894, and Mrs. Moris taught her husband to read and write. 

For a time the couple lived in Rossland where Moris worked at the Le Roi Mine whose manager, Colonel Peyton, took a liking to him and hired a tutor to help him complete his education.   Moris farmed for a while near Spokane, but prospecting drew him back to Canada.   He joined the Klondike Rush in 1898 and worked and prospected there.   He continued prospecting trips with his wife by air into the Big Bear Lake country of the Northwest Territories, and to camps in Utah, Montana, Idaho and Nevada.   His last prospecting trip was in 1938.   This tough and honest little man died in Spokane Feb. 7, 1964, just short of his 100th birthday.

   

  

Elizabeth Gauffreau

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