The Peter and Gertrud Klopp Family Project

Reflections on Life, Family and Community

Category Archives: German language contributions

Albert Schweitzer – Seminar #30

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Ein Tag im Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene in den Jahren 1932 – 1935

7 Uhr. Es läutete der Gong. Albert Schweitzer rief die Krankenpfleger, Krankenschwestern, Köche. Schneider, Wäscher, Arbeiter und Ärzte, um mit ihnen die wichtigsten Arbeiten zu besprechen.

7..30 Uhr: Das weiße Personal nahm das Frühstück ein. Das schwarze Personal bereitete sich das Essen auf die Weise an, wie sie es von zuhause aus gewöhnt waren. Nach dem Frühstück wurden zunächst die Tiere gefüttert.

8 Uhr: Arbeitsbeginn: Nach dem Frühstück begann für alle die Arbeit. Sie war sehr verschieden:

Operationen: An drei Tagen in der Woche wurde operiert.

Visite: Alle schwerkranken Patienten wurden an ihren Betten aufgesucht und untersucht und ihre weitere Behandlung entschieden.

Sprechstunden: An den Tagen, an denen nicht operiert wurde, fanden Sprechstunden wie beim Hausarzt statt. Viele Krankheiten und Verletzungen wurden behandelt, Medikamente ausgegeben und schwangere Mütter beraten.

Aufnahme neuer Patienten: Viele Kranke meldeten sich und warteten geduldig, bis sie an der Reihe waren. Jeder Kranke erhielt eine Karteikarte. Auf ihr stand der Name des Patienten und die festgestellte Krankheit. Danach wurden die Behandlung und die Medikamente aufgeschrieben, die der Kranke erhielt. Am Schluss stand dann: entweder „geheilt entlassen“, „verstorben“ oder „davon gelaufen“. Manche Patienten liefen nämlich einfach nachhause, wenn sie nicht mehr behandelt werden wollten.

Pflege des Spitalgartens: Leicht erkrankte Patienten oder Angehörige von Patienten wurden gebeten, notwendige Arbeiten durchzuführen, für die keine anderen Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Im Garten musste das Unkraut gejätet werden, in der Trockenzeit mussten die Pflanzen gegossen werden, in den Boden musste Dünger eingebracht werden, neue Kulturen mussten ausgesät oder gepflanzt werden, dazu zählten Bohnen, Tomaten, Salate, Bananen und andere Früchte.

Bauarbeiten: Im Spital wurde ständig gebaut. Zimmerleute und Maurer mussten Fundamente gießen, Balken errichten, Bretter annageln und die Dächer mit Wellblech decken. An all diesen Arbeiten beteiligte sich auch der Doktor und leitete sie.

Wäsche waschen: Ein Wäscher und fünf Frauen wuschen die täglich anfallende Wäsche, die Kittel, Bettwäsche, Verbände und Handtücher. Zur Trocknung legte man die Wäsche über Sträucher und Büsche. Ein Mann, der taubstumm war, also nicht hören und sprechen konnte, bügelte die Wäsche.

Schneiderei: Wenn Wäsche eingerissen war oder Löcher bekam, musste sie von Schneiderinnen wieder geflickt werden. Man konnte ja nicht ständig neue Wäsche kaufen.

Speiseplan: Den Speiseplan beriet Albert Schweitzer mit dem Koch. Eine große Auswahl gab es nicht. Drei- bis viermal in der Woche gab es Reis. Kartoffeln gab es selten. Sie galten als Delikatesse, denn sie kamen aus Europa. In Afrika wachsen keine Kartoffel, weil es dort zu heiß ist. Bei uns wachsen keine Bananen, weil es zu kalt ist. Eigentlich sollte jeder das essen, was bei ihm wächst.

Alle die genannten Arbeiten wurden von treuen Mitarbeiterinnen des Doktors wie Emma Haussknecht geleitet.

12 bis 14 Uhr: Mittagspause. Sie wurde mit einem Gong eingeläutet. Wegen der großen Hitze in der Mittagszeit mussten alle Hospitalbewohner ruhen. Sie mussten sich auch von der anstrengenden Arbeit des Vormittags erholen.

14 Uhr: Fortsetzung der Arbeit. Auch jetzt ertönte wieder der Gong. Alle am Vormittag begonnenen Arbeiten wurden nun fortgesetzt.

17.45 Uhr: Feierabend. Die Arbeit wurde beendet. Der Gong rief zum Abendessen. Albert Schweitzer sprach das Gebet. Man aß in aller Ruhe und unterhielt sich dabei über die Geschehnisse des Tages, aber auch über Freud und Leid.

Nach dem Abendessen spielte Albert Schweitzer auf seinem Harmonium Abendlieder oder Werke von Johann Sebastian Bach. Eines der Abendlieder hieß „Guten Abend, gut’ Nacht…” Dieses Lied wollen wir auch einmal singen, weil es so schön ist.

Ab 21 Uhr: Es begann die Nachtruhe. Dazu läutete eine Glocke. Alle Feuer auf dem Spitalgelände wurden gelöscht. Die Spitalbewohner gingen nun schlafen.

Nur Albert Schweitzer setzte sich an seinen Schreibtisch im Doktorhaus, zündete die Petroleumlampe an und las oder schrieb. Er las philosophische oder andere wissenschaftliche Bücher, schrieb selbst viele Bücher, aber er beantwortete auch alle Briefe, die er erhielt. Oft arbeitete er bis zum Morgengrauen. Auf seinem Schreibtisch schnurrte ein Kätzchen und zu seinen Füßen schlummerte eine kleine Antilope.

Baroness Anna von Waldenfels (née Klopp) – Part VII

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The Second Marriage of

Georg von Waldenfels

At Lagowitz two children were born, Hans-Jürgen in 1929 and Carola von Waldenfels in 1932. When the children turned seven and four respectively, the marriage between Georg and Millie had already been in a crisis for quite some time. Officially the two separated on February 22, 1936.

In 1937 Fritz Georg von Waldenfels, quite bored with the monotony and bourgeois atmosphere of Panwitz-lagowitz living, got acquainted with his future wife in the ‘House Vaterland’ (House Fatherland), the greatest cabaret and dance palace of the Reich’s capital of Berlin, Ilse Jannink (born on May 9, 1914 in Epe near Granau, Westphalia). She was the daughter of the Dutch textile manufacturer Jan Frederik Jannink (1874 – 1943). Her father had founded the company in Enschede, Holland around the turn of the century. The son transferred the firm shortly before the beginning of WW1 to Epe and carried on the business under the company name ‘Germania’. In Epe he could avail himself of a personell match larger than in Holland. The cotton industry under his management employed in the 1920’s and 30’s almost 600 workers. South of Epe stood the stately family manor, the birthplace of Ilse Jannink.

Even at the age of 82 years (in 1996), Ilse looked very much like the singing superstar Lale Anderson, a celebrity of the early Nazi entertainment scene. Georg von Waldenfels married in July 1938 the tall 24 year old manufacturer’s daughter, who fitted well into the image of the blond girl ideal of its era. In stature she must have towered over her husband by an entire head length. A catholic wedding took place in Berlin, the wedding ceremonies in the St. Hedwig Cathedral and the banquet in the luxury ‘Hotel Adlon’.

Georg and his wife Ilse carried on with the management of the castle estate Lagowitz, supported by an administrator, an assistant and a secretary. They kept about 100 cows, a sheep farm, cultivated mostly sugar beets and maintained an orchard. In 1939 387 inhabitants lived in that village.

It remained an unwritten law in the new family von Waldenfels, never again to talk about the cast-away first wife. Millie von Waldenfels left Lagowitz with her two children in 1934/35, and, although pushed out, had no doubt received a royal compensation. She lost her family possession and the glorious showpiece Castle Lagowitz. One for the Klopp family exceptional and usurpation-style seizures catapulted the Klopp-von-Waldenfels branch into a ready made nest.

Baroness Anna von Waldenfels (née Klopp) – Part VI

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My Aunt’s Triumphant Coup

With the marriage of her son Fritz Georg with Emilie von Sobieski (after her adoption she had become a von Zychlinski ), the heiress of Panwitz and Castle Lagowitz, Anna had climbed the highest possible rung on the social ladder of the Klopp family. Through an almost incredible stroke of luck and clever manipulation, grandmother Emma, daughter Anna and her offspring had married into an actual castle. From now on they were considered even among distant envious family circles as people ‘in the big chips’. The news about Anna’s grandiose coup made all the jealous gossiping about her Jewish ancestry and her good-for-nothing son freeze. All they could say in a both dubious and admiring tone was, “The grandmother, Anna and her son are now castle owners somewhere in West Prussia”.

With the acquisition of Lagowitz the von Waldenfels estate expanded to an impressive 1000 ha piece of property. Lagowitz (Lagowice) is by way of a dirt road a mere 3 km distance away from Panwitz. At the eastern village entrance stood the stately manor inside a park. The country castle was built sometime between 1850 and 1860 in the typical Windsor-Gothic style with its stylistically typical little towers and turrets. In 1995 the author of the Klopp family history, Eberhard Klopp, a distant cousin of mine, found nothing but a few remnants of the ruins of a once magnificent building.

Supposedly the Red Army had set it on fire in 1945. The Polish villagers reported the blowing up of the remaining ruins in 1947, when most of them had just arrived from East Poland to settle in this now Polish territory. Even though there was much information available about the still existing wooden church (built around 1550) in Lagowitz, the author could not find anything on the inherited castle of Emil von Zychlinski (1852-1922). At the castle entrance was supposed to have been a nepomuk-column . Today there is on a base a statue of Virgin Mary. Behind it there are the former state farm buildings, stables and granaries, which were after 50 years in run-down and dilapidated conditions. Opposite to the former castle entrance and the statue, two ‘socialist’ buildings are located, in which live the approximate 30 families of the personell of the communication centre of the Polish army (1995).

Albert Schweitzer – Seminar #28

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Geschichten aus dem Hospital

Bei seiner Arbeit als Arzt hat Albert Schweitzer so manches erlebt, worüber er später sicher lächelte und wir auch lächeln können, aber nicht spotten dürfen. Denn die Bewohner des Urwaldes wussten eben manches nicht, was für uns selbstverständlich ist. So entstanden ein paar ganz lustige Geschichten. Einmal verhalf der Doktor einem lieben alten Mann zu einem künstlichen Gebiss. Der Mann hatte nämlich keine eigenen Zähne mehr. Das Gebiss saß gut und der alte Mann konnte damit auch wieder gut essen. Doch bald beschwerte er sich beim Doktor und wollte sein Geld zurückhaben. Der Doktor fragte: „Warum beklagen sie sich denn, das Gebiss ist doch in Ordnung?“ „Ja, aber die neuen Zähne sitzen nicht so fest wie die alten“, meinte der alte Mann und war böse. Da erklärte ihm der Arzt den Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Zähnen. Nachdem der Mann das verstanden hatte, wurde er wieder freundlich und verlangte das Geld nicht mehr zurück.

Ein anderes Mal trug es sich zu. dass sich ein weißer Europäer als Patient im Hospital aufhielt. Die Europäer brachten immer einen Gehilfen mit. der sie betreute und ihr Zimmer sauber hielt. Als der Patient wieder gesund und entlassen worden war, stellte der Doktor fest, dass ein Fieberthermometer fehlte. War es kaputt gegangen oder hatte man es verloren? Niemand wusste es. Später traf der Doktor diesen Europäer zufällig in der Stadt. Der öffnete seine Tasche und holte das vermisste Fieberthermometer heraus. Da wunderte sich Albert Schweitzer sehr und fragte, wie er denn zu diesem Thermometer käme. So erzählte ihm der Europäer die Geschichte. Als er nämlich aus dem Hospital entlassen und wieder zuhause war, ermahnte ihn sein afrikanischer Gehilfe: „Herr vergiss nicht, das Medikament unter den Arm zu nehmen, damit du gesund bleibst!“ „Was meinst du denn?“, fragte der Europäer. „Das Medikament aus Glas, das so glänzt!“, antwortete der Gehilfe. „Ach so“, rief der Europäer, „ich verstehe. Du meinst das Thermometer! Aber wir haben doch keines hier!“ „Doch“, lächelte der Gehilfe, „wir haben eines!“ Er griff in seine Hosentasche und holte eine kleine Schachtel heraus, in der das Thermometer aus dem Albert-Schweitzer-Spital lag. Der Europäer erklärte seinem Gehilfen, dass ein Thermometer kein Medikament sei. Es sei ein einfaches Gerät, mit dem man die Körpertemperatur misst. So erkennt man schnell, ob man Fieber hat. Das verstand der Gehilfe auch und gab das Thermometer wieder zurück. Die Afrikaner, die im Urwald lebten, hatten es sehr schwer, wenn sie krank wurden und ins Hospital mussten. Es gab ja damals keine Straßen und Krankenautos. So mussten sie oft von ihren Familienangehörigen über weite Strecken getragen oder mit Booten zum Hospital gebracht werden. Oft waren sie nach dem anstrengenden Weg über mehrere Tage ganz schwach und ausgehungert. Deshalb mussten sie zunächst wieder durch gutes Essen und viel Ruhe etwas zu Kräften kommen, bevor sie operiert werden konnten. Dadurch verlängerte sich natürlich auch der Krankenhausaufenthalt. Als sie nach der Operation ausgeheilt waren, mussten sie natürlich auch wieder in ihre Siedlungen zurückkehren. Erneut hatten sie einen schweren Weg vor sich. Damit sie nicht Hunger leiden mussten und auch etwas zum Bezahlen hatten, wenn sie jemanden um Mitnahme in einem Boot bitten mussten, bekamen sie im Hospital Bananen und Maniok zum Essen und eine Tüte Salz zum Bezahlen mit auf den Weg. Geld hatte man ja nicht für sie, aber mit Salz konnte man in Afrika auch bezahlen. Das ist in vielen Gegenden noch heute so.

Wir merken uns:

Wenn andere Menschen etwas nicht so wissen und kennen wie wir, darf man sie nicht auslachen, sondern muss ihnen alles erklären. Auch wir wissen längst nicht alles.

Albert Schweitzer – Seminar #27

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Ojembo, der Urwaldlehrer

Wisst ihr. was Ojembo heißt? Ojembo heißt in einer afrikanischen Stammessprache „Das Lied“.

Ojembo war der Name eines schwarzen Lehrers in Lambarene. Im Hospitaldorf gab es nämlich auch eine Schule, wie ihr schon wisst. Ojembo war ein gütiger, kluger und sehr bescheidener Mensch. Er hatte eine Frau, die ebenso lieb und tüchtig war wie er. Beide lebten mit ihren drei kleinen Kindern in einer Bambushütte.

Ojembo war der Dolmetscher des Doktor Schweitzer. Dieser hielt an jedem Sonntag im Gottesdienst eine Predigt. Doch Albert Schweitzer sprach zwar deutsch, englisch und französisch, aber keine Stammessprache der Afrikaner. So musste der Doktor vor jedem Gottesdienst mit Ojembo Satz für Satz die Predigt in die Stammessprache übersetzen. Das war gar nicht so leicht. Denn in der Bibel steht zum Beispiel etwas von einem Weinstock oder einem Getreidefeld. Aber so etwas kannten ja die Afrikaner überhaupt nicht. Das ist so, als wenn man euch etwas über Zuckerrohr, Bananenstauden oder Dattelpalmen erzählen würde, die ihr noch nicht gesehen habt.

Der Lehrer Ojembo war ein Mensch mit Idealen. Das heißt, für ihn waren materielle Dinge wie Geld und Schmuck und andere teure Sachen nicht das Wichtigste im Leben. Deshalb war er auch Lehrer geworden, obwohl Lehrer viel schlechter bezahlt werden als andere Berufe. Doch Ojembo wollte, dass möglichst viele Kinder lesen, schreiben und rechnen lernten und nicht nur immer im Urwald herumziehen müssen und unwissend bleiben. Deshalb wurde er Lehrer und nicht irgendetwas anderes mit viel Geld. Ojembo war auch ein guter Lehrer, der ein Herz für seine Kinder hatte und bei dem es Spaß machte, zu lernen.

Eines Tages musste der Lehrer Ojembo aber leider das Hospital in Lambarene verlassen. In Europa war wieder Krieg und es kam keine Hilfe mehr von dort, kein Geld, keine Medikamente und keine Helfer. Ojembo konnte im Hospital kein Geld mehr verdienen, weil der Doktor einfach nichts mehr hatte. Aber er hatte ja eine Frau und Kinder, die er ernähren musste. Ganz ohne Geld ging es also nicht. So zog Ojembo wieder in sein Urwalddorf, das 150 Kilometer von Lambarene entfernt lag. Dort angekommen, überlegte er, wie er wieder Geld verdienen konnte, um für seine Familie etwas zu essen kaufen zu können. Da kam ihm eine Idee. Die Sägewerke in der Stadt brauchten Holz. Das Holz gab es im Urwald. Es musste aber geschlagen, zersägt, in den Fluss gerollt und auf dem Fluss zum Sägewerk gebracht werden. Das alles war mit schwerer Arbeit verbunden. Und ihr wisst ja, wie heiß es dort am Äquator war, wo am Mittag die Sonne senkrecht am Himmel stand und kein Lüftchen wellte. Erinnert euch an den Vergleich mit der Sauna!

Die Sägewerke hatten aber auch große Sorgen. Manche Leute brachten aus dem Urwald kein gutes, sondern sehr schlechtes Holz. Sie ließen die Baumstämme zu lange im Wasser liegen, so dass sich Schnecken einbohren konnten und das Holz zerstörten. Andere Holzfäller ließen sich ihr Holz von den Sägewerken zweimal bezahlen. Das war Betrug.

Doch Ojembo war ein ehrlicher Mensch, dem die Sägewerker vertrauen konnten. Sein Holz, das er im Urwald geschlagen hatte, war gut und fest. Er wollte auch nicht mehr Geld, als ihm zustand. Mit diesem Geld konnte er seiner Frau und den Kindern nicht nur Nahrung kaufen, sondern auch eine schöne große Hütte bauen.

Je besser es dem Ojembo und seiner Familie ging, umso mehr tat es ihm leid, dass es in seinem Dorf nicht so recht voranging. Die anderen Dorfbewohner taten nämlich nur das Nötigste. Sie rodeten ein Stückchen Wald, um einen Garten anzulegen und Gemüse anzupflanzen. Mehr taten sie nicht. Ihre Hütten waren armselig und verfielen. Man hatte zu nichts mehr Lust. Das ärgerte Ojembo, zumal einige Dorfbewohner neidisch auf ihn waren, weil er Geld hatte und in einer schönen Hütte wohnte.

Wieder dachte Ojembo nicht nur an sich. Er sorgte sich um sein ganzes Dorf. Deshalb rief er alle Bewohner auf, wieder fleißig im Urwald zu arbeiten und Holz zu fällen und dieses Holz ehrlich zu verkaufen. Er ging mit gutem Beispiel voran und rodete Flächen für den Obst- und Gemüseanbau. Sie ernteten so viele Früchte, dass die Dorfbewohner nicht nur das Holz, sondern auch Bananen und Maniok auf dem Markt verkaufen konnten. Mit der Zeit ging es allen Dorfbewohnern wieder besser. Nur eines gefiel Ojembo immer noch nicht: Es gab keine Schule im Dorf und die Kinder konnten nichts lernen. Nach wie vor konnten sie weder lesen, noch schreiben oder rechnen. Ojembo sagte sich: „Was nützt uns all das Geld, wenn wir dumm und unwissend bleiben? Man kann doch nur etwas leisten und Freude am Leben haben, wenn man etwas gelernt hat!“

Wisst ihr, was Ojembo nun gemacht hat? Er hörte auf, Holz zu fällen und wurde wieder Lehrer. Natürlich verdiente er nun lange nicht mehr so viel Geld wie als Holzfäller. Aber dafür hatte er wieder mehr Freude am Leben. Er sah, wie die Kinder seines Stammes schreiben, lesen und rechnen lernten, neben ihrer Stammessprache noch eine andere Sprache, nämlich französisch, sprechen konnten und ihnen das alles viel Freude bereitete. Die Kinder gingen gerne zu Ojembo in die Schule und wussten bald mehr als ihre Eltern.

Mit der Zeit wurde durch den guten Lehrer Ojembo aus dem verfallenen Dorf eine schöne Siedlung mit fröhlichen Menschen. Und alle wussten, wem sie das zu verdanken hatten. Nach vielen Jahren besuchte Ojembo wieder einmal das Hospital in Lambarene. Dort begegnete er natürlich auch dem Großen Doktor. Wie freuten sich beide, Ojembo und Albert Schweitzer, über das Wiedersehen! Als Ojembo berichtet hatte, was aus seinem Heimatdorf geworden war, sagte Albert zu ihm: „Siehst du, Ojembo, jeder kann sein Lambarene haben!“ Er meinte damit, dass jeder Mensch etwas Gutes tun kann, wenn er nur will und sich eine Aufgabe sucht. Hilfe wird überall gebraucht!

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Baroness Anna von Waldenfels (née Klopp) – Part IV

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The Panwitz Estate

In 1927 Anna and Ludwig von Waldenfels acquired the estate Panwitz (today Polish Panowice). It was located 15 km southeast of Meseritz, East Brandenburg (today Polish Miedzyrzcecz). Originally it was a knight’s estate of about 300 ha, half of it was land under cultivation and pasture, the other half was forest. The building had been in the sober and down-to-earth style constructed following the trend dominant around the time of World War I.  The two-storey manor with its pseudo-classical columnated entrance and its three-storey high addition of a tower is located in a park in the centre of the village. At the south and east it was partly surrounded by a wall.

In the mid 1920’s the German government has set up a special office at Meseritz to deal with the resettlement of those farmers, who had been dispossessed and expelled from their land  in West Prussia and the Posen territory. To provide them support for their livelihood new settlements were established, in which Panwitz was included. By granting credits for the exchange of real estates to the former land owners the German government was able to push through the acquisition of large tracts of land to help the dispossessed farmers from the former eastern provinces. Through this fortunate turn of events, Ludwig von Waldenfels took possession of the new estate in Panwitz. Ludwig and Anna appeared to have profited the most under the new settlement provisions of the agro-political government programme. In the written records it was mentioned that in 1930 the village of Panwitz under the mayor W. Ihnow was still in the re-settlement phase. By 1939 the village had 32 households of 147 German inhabitants.

Ludwig von Waldenfels and his ‘Baroness’ Anna, as she was from now on very pleased to be called, were by 1930 well established here. Many relatives began to drop in for a visit. Among them were captain and company commander Gerhard Kegler (my uncle), who was stationed at Züllichau in 1934 and brother-in-law Ernst Klopp (my father). Anna’s sister Meta spent in some years entire months at the Panwitz estate. ‘Castle Panwitz’ had turned out to be a beloved family centre for the entire family. For the development of this feeling the arrival of Anna’s mother Emma (my grand-mother) had greatly contributed. She spent the remaining 14 years of her life at Panwitz. Here in the living- and diningroom at the warm fireplace she devoted herself to her dreams. Of unbroken and enterprising spirit even until her very old age, she used to encourage her visiting children and grandchildren with statement like this, “Come and let us make plans”. In the tower chambers of the manor she had her own private apartment.

In 1996, Eberhard Klopp (a cousin of mine), the author of the Klopp family chronicles, noticed that the wooden floors and staircase to Emma’s tower had become totally rotten and had collapsed.

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