Natural Splendour of the Arrow Lakes

The Pine Mushroom Bonanza

Tricholoma Matsutake

Two weeks ago I reported that the mushroom fever had gripped the people living in the Arrow Laks area. The chanterelles started the bonanza. But when the first pine mushrooms popped up after the September rains, the focus shifted to the lucrative matsutake crop. Buyers were setting up shop in Nakusp and at Arrow Park. They grade the mushrooms on a 5-point quality scale. Number 1 mushrooms are buttons with the entire veil intact.  Today’s post is all about the variety which the Japanese love so much that they are willing to pay a small fortune for their unique smell and taste and perhaps for their aphrodisiacal qualities. I added the picture of a squirrel who also loves these fine specimens. Enjoy.

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Über menschliche Werte im Geist der Ehrfurcht vor dem Leben – 4. Teil

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Dankbarkeit

Von Albert Schweitzer stammt der Hinweis: „Der Mensch, dem du Dankbarkeit schuldest, sei dir nie ein Mensch wie ein anderer und werde es nie, sondern bleibe dir etwas Besonderes, wie etwas, das dir geheiligt ist.” Doch sollte man als „Beschenkter” sich nicht als „Schuldner” fühlen, der etwas gut zu machen oder zu entgelten hat. Wichtig sei, die Dankbarkeit zu zeigen und auch auszusprechen. Denn ausbleibende Dankbarkeit führt zu Enttäuschungen und bewirkt das Gegenteil von dem, was Albert Schweitzer noch zur Dankbarkeit gesagt hat: „Die dankbaren Menschen geben den anderen Kraft zum Guten.”

Dankbarkeit darf vor allem auch nicht fehlen, wenn Menschen zusammen leben, stellt Wolfgang Teichert (in Möllering und Behlau) fest. „Auch wenn sie noch so geringfügig ist und man Dankbarkeit nicht gleich überall entdeckt. Während der dankbare Mensch das Empfangene im Gedächtnis behält, hat der Undankbare es schnell vergessen, weil er es für etwas Selbstverständliches hält. Durch undankbares Verhalten stellt sich der Mensch aber selbst ins gesellschaftliche Abseits. Dankbarkeit gestaltet das menschliche Zusammenleben freundlich, denn sie beruht ja nicht auf dem Prinzip der Leistung und Gegenleistung. Dankbarkeit ist in erster Linie eine Herzenssache, denn sie will nicht nur ausgesprochen, sondern tief empfunden sein. Auch wenn es keine persönlichen „Geber” gibt, sollte man Dankbarkeit empfinden: So sollte man dafür dankbar sein, dass man gesund ist und vor Unheil bewahrt bleibt, wenn man zu essen hat und nicht Hunger leidet, wenn man in harmonischen Familienverhältnissen leben kann, wenn etwas vollbracht ist, was viel Mühe bereitet hat, wenn man lieben Menschen begegnet, wenn man zu besserer Erkenntnis oder Einsicht gelangt ist. Es gibt ja so vieles, wofür man dankbar sein muss, was aber vielen Menschen als selbstverständlich erscheint. Dankbarkeit spielte zum Beispiel auch bei dem Entschluss des Studenten Albert Schweitzer eine Rolle, vom dreißigsten Lebensjahr an Mensch für Menschen sein zu wollen, was er dann ja auch verwirklicht hat. So gehören das Danken und das Denken zusammen, denn Undankbarkeit beruht allzu oft auf Gedankenlosigkeit. „Dankbarkeit beglückt, weil man sie so selten sichtbar erlebt”, fand Stefan Zweig.

Natural Splendour of the Arrow Lakes

October Flowers in our Yard

A very late Spring with a lot of cool and rainy weeks had caused nature to get a slow start. Consequently, our fruit trees blossomed four weeks late. There are still Grafenstein and Red Delicious apples that need to be picked, almost an entire month behind schedule. It is also very unusual in our region not to have experienced any frost during the night so late in the season. Thus, being such a special fall, I decided to focus on the many flowers still blooming in our yard. I know that Luda, a blogging friend living in Florida, will be smiling about my enthusiasm coming from the northern climes. Down there seem to be flowers all year round. But all those who have already struggled with snow on the mountain passes will be amazed at mother nature’s beauty down in the Arrow Lakes valley. Please excuse me for breaking my five-photo-rule. Enjoy.

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Sunflower

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Nasturtium

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Petunia

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Marigold

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Impatiens

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Hydrangea

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Rose

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Ornamental Sunflower

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Dahlia

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Calendula

 

Über menschliche Werte im Geist der Ehrfurcht vor dem Leben – 3. Teil

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Albert Schweitzer in Lambarene 1964 – Photo Credit: Wikipedia

Barmherzigkeit

In den Seligpreisungen seiner Bergpredigt, die Albert Schweitzer als die „Rechtsurkunde des freien Christentums” bezeichnet hat, nennt Jesu auch die Barmherzigkeit. Sie bedeutet Erbarmen haben mit körperlich oder seelisch leidenden Menschen, aber auch mit der leidenden Kreatur im Geist der Ehrfurcht vor dem Leben. Barmherzigkeit gegenüber allen Geschöpfen, wie Schweitzer es einschließt, bedeutet zum Beispiel Verzicht auf eine Tierhaltung, die Leiden verursacht. Beim Erbarmen spielt die Schuld des leidenden Wesens keine Rolle. So hat man nicht nur mit redlichen Menschen Erbarmen, sondern ebenso mit solchen, die nach dem Gesetz oder der geltenden Moral schuldig geworden sind. Ebenso hat der ethische Mensch Erbarmen auch mit Ausländern, die illegal eingereist, hier ausgenutzt und dann in Abschiebehaft gelangt sind. Er hat Erbarmen nicht nur mit Opfern der Gewalt, sondern auch mit Tätern, die zu Reue und Einsicht gekommen sind.

Albert Schweitzer schreibt in seiner Kulturphilosophie: „Wo nur meine Person in Frage steht, darf ich immer geduldig sein, immer verzeihen, immer Nachsicht üben, immer barmherzig sein. Jeder von uns kommt aber in die Lage, dass er nicht nur für sich, sondern auch für eine Sache verantwortlich ist und dann zu Entscheidungen genötigt wird, die gegen die persönliche Sittlichkeit gehen.” Auch in diesem Falle sollte man Barmherzigkeit walten lassen. Denn Barmherzigkeit zu üben, bedeutet auch ethische Freiheit von der Welt, wodurch der Barmherzige größer und stärker wird.

Mit dem Hinweis auf seinen Entschluss, nach Afrika zu gehen, beruft sich Schweitzer auf die Barmherzigkeit, die Jesus und die Religion befehlen. „Zugleich aber wende ich mich an das elementare Denken und Vorstellen. Nicht als ein,gutes Werk’, sondern als unabweisliche Pflicht soll um das, was unter den farbigen zu tun ist, erscheinen …In Ehrfurcht vor dem Leben und in tiefem Empfinden für Weh und Angst haben wir in suchender Barmherzigkeit zu dienen und Erlösung zu bringen. Wo wir aus Notwendigkeit so oft Leid und Tod über Geschöpfe bringen, müssen wir da, wo wir als Freie handeln dürfen, umso mehr darauf aus sein, sie zu schonen und ihnen Helfer zu sein.”

Natural Splendour of the Arrow Lakes

Wednesday’s Photos

Mushroom Fever Strikes the Arrow Lakes

While everyone in the valley is waiting for the pine mushroom (official name: Matsutake) season to kick off, my wife and I made use of the recent heavy rains to harvest the chanterelles (Pfirrerlinge in German) in one of our most favourite spots. It is located in the narrows between the Upper and Lower Whatshan Lake. A recent video gives you a review of the beautiful landscape here.

Since we only had a short afternoon, we took our Ford Escape to reach the place over a bumpy logging road. The first photo shows the scenery at the lake, the following pictures show the chanterelle mushrooms as they had popped up in great numbers in the forest and had been gathered into the shopping bag.

We prefer the chanterelles over the pine mushrooms. The chanterelles are easier to prepare and have an incredibly tantalizing flavour. The Japanese love the pine mushrooms and pay a premium price for what they consider a delicacy. Local buyers in a good season pay as much as $20 per pound, resulting in a veritable mushroom bonanza. Enjoy.

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Über menschliche Werte im Geist der Ehrfurcht vor dem Leben – 2. Teil

A012Anteilnahme

Sprichwörter sagen: „Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber geteilte Freude ist doppelte Freude.” Am Schmerz und an der Freude von Mitmenschen teilzuhaben, ist ein wichtiger Ausdruck von Menschlichkeit. Denn Anteilnahme hilft, seelische und körperliche Leiden zu ertragen und zu überstehen; aber auch erfahrenes Glück hilft es, tiefer zu empfinden. Doch Anteilnahme muss von erzen kommen und darf keine Floskel nach dem Muster: „Schönen Tag noch!” sein. Anteilnahme bedeutet, dass man Leid und Freude des Mitmenschen mitempfindet und ebenso betroffen ist wie er selbst. Anteilnahme zu zeigen erfordert aber auch ein Gespür, wie weit sie gehen darf. Oft fehlen die richtigen Worte, dann genügt ein Händedruck, eine Umarmung oder auch nur ein Blick. Hilfe kann oft auch durch Taten zum Ausdruck kommen und Trost spenden. Die Anteilnahme muss natürlich ehrlich gemeint sein, sonst sollte man auf Zuspruch lieber verzichten.

Nun gibt es auch Berufe, in denen man ständig mit hilfs­bedürftigen, unglücklichen, leidenden Menschen zu tun hat. So kann kein Arzt, keine Krankenschwester, kein Pfleger oder Geistlicher mit seinen Patienten, Anvertrauten in vollem Umfang mitleiden. Sie brauchen neben der Nähe auch die Distanz.

Anteilnahme ist ebenso eine gesellschaftliche wie politische Notwendigkeit. „Natürlich kann ein Politiker nicht jedes Schicksal eines Arbeitslosen zu seiner Sache machen”, schreibt Jutta Schreur (in Möllering und Behlau). „Aber er – oder sie – muss ein Gespür dafür behalten, dass hinter jeder Statistik solche Einzelschicksale stehen …” Ein Vorbild aus der Politik auch in dieser Hinsicht war für mich die Sozialministerin des Landes Brandenburg, Regine Hildebrandt, die ihre Anteilnahme stets mutig und deutlich zum Ausdruck gebracht hat. Sie hat dafür nicht immer nur Beifall geerntet. Für mich ist sie ein Beispiel dafür, dass man ethische Werte auch in der Politik verwirklichen kann – wenn man Charakter hat.

Wenn wir von Anteilnahme sprechen, muss bewusst bleiben, dass es um Menschen geht, nicht um eine „höheres Ideal oder Ziel”. Es geht um die Ehrfurcht vor dem Leben und dem Schicksal eines Menschen neben mir. „Wahrhaft ethisch ist der Mensch nur”, schreibt Albert Schweitzer, „wenn er der Nötigung gehorcht, allem Leben, dem er beistehen kann, zu helfen, und sich scheut, irgendetwas Lebendigem Schaden zuzufügen.”