Natural Splendour of the ArrowLakes

Wednesday’s Photos

This Year’s Remarkable Indian Summer

It is hard to believe we are approaching the end of November and we are still being blessed with typical Indian Summer weather, which is most often occurring in late September or October. Yes, I would be untruthful if I claimed that we did not have any snow. But the wet stuff melted away within twenty-four hours. And then there was more sunshine and great opportunities to capture a few more images… Enjoy.

A-IMG_0512A-IMG_0517A-IMG_0519A-IMG_0529A-IMG_0534

Über menschliche Werte im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben – 10. Teil

A015

Konfliktfähigkeit

„Was vermittelt Spannung? Der Konflikt. Was erregt Interesse? Der Konflikt. Was erhält uns am Leben in der Literatur und auf allen Wissensgebieten in Bewegung? Der Konflikt.” Dies stellte Johannes R. Becher nicht zu Unrecht in seinen Bekenntnissen fest.

Auch wenn jeder Mensch ab und zu einmal gerne allein sein möchte, so ist er doch ein gesellschaftliches Wesen, das des Mitmenschen bedarf. Er braucht jemanden, der ihm hilft, der ihm rät, mit dem er Freude und Leid teilen kann, den er liebt. Doch bei diesem Miteinander können natürlich auch Konflikte entstehen. Zuweilen sind es gegensätzliche Wünsche und Interessen, fehlende Zuneigung oder auch Rücksichtslosigkeit, übertriebene (Mutter- oder Nächsten-) Liebe, entgegengesetzte Anschauungen oder Verhaltensweisen. Das Miteinander von Mensch zu Mensch braucht Nähe, aber auch Distanz, sonst kann es zu Konflikten kommen. Ständige Nähe kann ebenso belasten wie andauernde Distanz. Eine wichtige Voraussetzung dafür, Konflikte zu lösen, besteht darin, dass einem eigenes Unrecht bewusst wird. „Unreife Menschen sind nicht fähig, zu ihrer Schuld zu stehen“, schreibt Herma Brandenburger (in Möllering und Behlau), „sie setzen vielmehr alles daran, schuldlos dazustehen. Mit einem, der sich nicht schuldig fühlen kann, ist Konfliktlösung nicht möglich.“ „Nie dürfen wir abgestumpft werden!”, warnt Albert Schweitzer, „In der Wahrheit sind wir, wenn wir die Konflikte immer tiefer erleben. Das gute Gewissen ist eine Erfindung des Teufels.“

Eine weitere wichtige Voraussetzung zur Lösung von Konflikten besteht darin, dass man den anderen Menschen achtet. „Wenn jeder sich als Maß aller Dinge versteht, bleiben Störfälle nicht aus, ganz gleich, ob in Partnerschaft, Familien­verbänden, Religionsgemeinschaften oder in der Politik“, stellte Herma Brandenburger fest. „Sobald ein einziges Maß zur alleingültigen Norm erhoben wird, kommt es zu Protest und Ablehnung. Lässt sich kein gemeinsamer geistiger Nenner finden, muss man jeden nach seiner Fasson glücklich werden lassen, wie der Alte Fritz gesagt hat, ansonsten ist es aus mit dem friedlichen Miteinander und Nebeneinander und Mord- und Totschlag stehen Tür und Tor offen“, warnt Brandenburger. Die Geschichte der Menschheit bietet bis in die Gegenwart genügend Beispiele. „Ein Leben ohne Konflikte wird es nie geben. Konfliktträchtige Situationen gilt es rechtzeitig zu erkennen – wo keine gangbare Lösung zu finden ist – notfalls zu meiden. Auch dies ist ein Kennzeichen reifer Persönlichkeit, für welche Art von Konfliktbewältigung sie sich entscheidet, denn aus unbewältigten Problemen, wenn sie der Verdrängung anheimfallen, erwachsen bekanntlich Neurosen … Wer zu weit geht, tritt anderen zwangsläufig zu nah. Er vergisst, dass die Freiheit des einen da endet, wo die Freiheit des anderen beginnt”, schreibt Brandenburger. Was die menschliche Reife betrifft, so äußert Albert Schweitzer in seinen Kindheits­erinnerungen die folgende Ansicht: „Der Ausdruck ,reif auf den Menschen angewandt, war mir und ist mir noch immer etwas Unheimliches. Ich höre dabei die Worte Verarmung, Verkümmerung, Abstumpfung als Dissonanzen mitklingen.” Doch „die Reife, zu der wir uns zu entwickeln haben, ist die, dass wir an uns arbeiten müssen, immer schlichter, immer wahrhaftiger, immer lauterer, immer friedfertiger, immer sanftmütiger, immer gütiger, immer mitleidiger zu werden.” So kann in diesem Sinne menschliche Reife helfen, Konflikte zu vermeiden und auch zu lösen.

Natural Splendour of the Arrow Lakes

Wednesday’s Photos

Last Day  of the Indian Summer (November 10th)

It was the day before Remembrance Day. The Americans call it Veterans’ Day. When my wife and I stepped out of our home, we were greeted by the brilliant morning light and the sun felt warm in spite of the crisp air that had cooled down to almost freezing during the night. So we grabbed our cameras and went down to the boat dock and golf course, our favourite spots, to go for an exploratory photo session. This week and the next, I will showcase the photos I took in that glorious morning light. Enjoy.

A-IMG_0494A-IMG_0496A-IMG_0499A-IMG_0501A-IMG_0505

Über menschliche Werte im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben – 9. Teil

A014

Humor

„Wo das Christentum alle Verhältnisse durchdringt, erzieht man nicht nur zur Arbeit, sondern auch zur Fröhlichkeit”, schrieb Albert Schweitzer, der selbst auch sehr humorvoll war. Im Verlaufe eines wissenschaftlichen Kongresses wurde Schweitzer gefragt, was ihm denn eine solche Veranstaltung bedeute: „Es tagt und tagt und wird nicht hell”, antwortete er. „Es ist schade, dass es nicht so eingerichtet ist, dass auch ein leerer Kopf wie ein leerer Magen seinen Eigentümer nicht ruhen lässt, bis er etwas hineinfüllt.” Einer seiner Verehrer hatte ihm prophezeit: „Sie kommen bestimmt in den Himmel!” „Ich hoffe nicht”, gab Schweitzer zur Antwort, „denn dort oben bin ich doch nur mit

Pröpsten und Konsistorialräten zusammen. Dann bin ich lieber in der Hölle unterhalte mich Sokrates und Platon.”

Sabine Schonert-Hirz erzählt folgendes: Treffen sich zwei Jäger: beide tot!’ Haha. Ist jemand, der ständig Witze reißt wirklich humorvoll oder nur nervig? Humorvolle Menschen schaffen es, sich in kniffligen Situationen und bei eigenen Fehlern mit einem ungewöhnlichen, originellen Gedanken aus der prekären Lage zu befreien. Solche Menschen deuten das Negative kurzum um und geben ihm eine positive Wendung (,Das teure Essen ist total versalzen – na ja, wenigstens sparen wir jetzt eine Menge Kalorien.’).

Oft sind wir so verblüfft und überrascht, dass sie uns zum Lachen bringen. Aller Groll verfliegt. Inmitten eines unangenehmen Geschehens leuchtet ein Sinn auf, denn ein Mensch mit Witz zieht Nutzen aus der gemachten Erfahrung. Sobald ein Sinn erkennbar ist, lässt sich das Unangenehme schon besser aushalten.

Humorvolle Menschen sind beliebt, denn sie sind in harten Zeiten eine seelische Stütze. Ihr Lachen vermindert der Bürde Last. Wir schauen uns an, die Spiegelneurone unseres Gehirns registrieren unser Lächeln und erzeugen eine Resonanz, die unsere Gefühle erfasst.

Kleine Glückswellen durchfluten uns und wir erleben ganz unmittelbar eine intensive menschliche Verbundenheit, das Schönste, was es gibt. Menschen, die uns dieses Geschenk der Verbundenheit machen können, empfinden wir als attraktiv. Wir möchten sie als Begleiter, Freunde – oder Lebenspartner.

Wir schätzen, mögen oder lieben sie, weil wir etwas zu­rückbekommen. Evolutionsbiologen sagen, das Miteinander sei das Größte für uns. Danach streben wir, das motiviert uns und ist die beste Medizin bei Misserfolg, Krankheit und Unglück. Und was ist mit den Grantlern, die zum Lachen in den Keller gehen? Niemand ist aus Spaß humorlos. Irgendjemand muss ja auch die ernsten Seiten des Lebens ins Auge fassen, die Gefahren vorhersehen, auf alles Böse vorbereitet sein.

Die Humorlosen übernehmen diese Aufgabe, und das ist gut so, selbst wenn wir manchmal nicht umhin können, über sie zu lachen.”

Vielleicht sollte man sich bemühen, beides zu üben; wie Schweitzer, der lachen, aber auch „grantig” werden konnte.

Natural Splendour of the Arrow Lakes

Wednesday’s Photos

Stellar Jay’s Photo Session

Stellar jays are extremely wary and skittish birds, especially when they notice your camera pointing in their direction. To distract them from my presence, I put a few sunflower seeds onto the top rung of my stepladder. It worked! Here is my photo story. Enjoy.

 

A0-IMG_0450

Hello! My name is Stellar Jay

A1-IMG_0473

What do I see? Sunflower seeds, my favourite snack.

A2-IMG_0474

I wonder if they are safe to eat.

A4a-IMG_0471

They look OK to me.

A5-IMG_0466

Yummy! What a delicious snack!

 

Über menschliche Werte im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben – 8. Teil

A011

Gewaltlosigkeit

Von Lew Tolstoi stammt das denkwürdige Wort: „Mit Gewaltmaßnahmen kann man ein Volk unterdrücken, aber nicht regieren.“ Zu dem wichtigen Grundwert der Menschlichkeit, der Gewaltlosigkeit, sollen hauptsächlich Denker des Friedens zu Wort kommen. Auch hier sei zunächst auf die Bergpredigt Jesu verwiesen, in der die Sanftmut gewürdigt wird. Von Mahatma Gandhi stammen die Worte: „Ich lehne Gewalt ab, weil das Gute, was sie zu bewirken scheint, nicht lange anhält. Das Schlechte dagegen, das sie bewirkt, ist von Dauer.” In seiner Satyagraha heißt es: „Die Macht, die aus der Liebe kommt und in Liebe angewendet wird.“ „In dieser Zeit, wo Gewalttätigkeit, in Lüge verkleidet, so unheimlich wie noch nie auf dem Throne der Welt sitzt, bleibe ich dennoch überzeugt, dass Wahrheit,

Liebe, Friedfertigkeit, Sanftmut und Gütigkeit die Gewalt sind, die über aller Gewalt ist. Ihnen wird die Welt gehören, wenn nur genug Menschen die Gedanken der Wahrheit, der Friedfertigkeit und der Sanftmut rein und stark und stetig genug denken und leben.” Denn „alle gewöhnliche Gewalt beschränkt sich selber. Sie erzeugt Gegengewalt, die früher oder später ebenbürtig oder überlegen wird. Die Gütigkeit aber wirkt einfach und stetig. Sie erzeugt keine Spannungen, die sie beeinträchtigen. Bestehende Spannungen entspannt sie, Misstrauen und Missverständnisse bringt sie zu Verflüchtigung, sie verstärkt sich selber, indem sie Gütigkeit hervorruft. Darum ist sie die zweckmäßigste und intensivste Kraft. Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinaus gibt, arbeitet an den Herzen und an dem Denken der Menschen … Wo aber Zwang und Gewalt ist, da ist Gefahr für die Religion, doppelt Gefahr, wenn die Religion den Namen und die Berechtigung zur Gewalt hergeben muss oder zuletzt gar selbst auf Gewalt ausgeht.” Diese denkwürdigen und erschreckend aktuellen Sätze sprach Albert Schweitzer schon vor fast einem Jahrhundert aus. Während Gewalt auf Unterwerfung zielt, bewirkt Gewaltlosigkeit Versöhnung.

Martin Luther King fasste in seinen Weihnachtspredigten den ethischen Grundwert der Gewaltlosigkeit in die folgenden Worte: „Ich habe zu viel Hass gesehen, als dass ich selber hassen möchte, und ich habe Hass in den Gesichtern zu vieler Sheriffs, zu vieler weißer Stadträte und zu vieler Ku-Klux-Klan-Leute im Süden gesehen, als dass ich selbst hassen möchte und jedesmal, wenn ich ihn sehe, sage ich mir, Hass ist eine zu große Last, als dass man sie tragen möchte.” In der Mason Temple Church von Memphis rief er aus: „Es gibt in dieser Welt keine Wahl mehr zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit. Entweder Gewaltlosigkeit oder Nicht-existenz.”