Albert Schweitzer – Seminar #11

 

Die Geschichte von Albert Schweitzers Vorbereitung auf die Reise nach Afrika

In unserer vorigen Geschichte erfuhren wir, dass Albert Schweitzer sich entschlossen hatte, nicht weiter Wissenschaftler, Pastor und Orgelkünstler zu sein, sondern leidenden Menschen zu helfen. Jesus hatte ihm das Beispiel gegeben und gesagt: „Du aber folge mir nach!“

So wollte er nach Afrika gehen und dort kranke Menschen wieder heilen und von ihren Schmerzen befreien. In Afrika gibt es nämlich viele böse Krankheiten, die besonders die Kinder befallen. Sie bekommen hohes Fieber, Ausschlag oder Geschwüre. Viele Kinder müssen daran sterben, weil ihnen kein Arzt hilft.

Vor seinem Studium hatte Albert Schweitzer eine ganz liebe Frau kennen ge­lernt. Sie hieß Helene und sorgte sich um junge Mütter mit ihren Kindern. Sie half auch den Kindern, die keine Eltern mehr hatten. Sie gab ihnen Essen und Unterkunft. Während Albert studierte, erlernte Helene den Schwesternberuf, um später ihrem Mann helfen zu können. Auch kaufte sie schon Medizin, Salben, Fieberthermometer, Instrumente zum Operieren und Verbände. Das Geld bekam sie durch ihre Arbeit und von Albert, der neben dem Studium noch Orgelkonzerte gab. Außerdem schrieb er an einem Buch über den großen Musiker Johann Sebastian Bach. Auch für dieses Buch erhielt er Geld, mit dem er sein späteres Krankenhaus bezahlte.

So halfen sich beide, Albert und Helene, gegenseitig, ihr großes Ziel zu erreichen und in Afrika ein Hospital zu errichten. Helene und Albert waren nicht nur füreinander da, sondern auch miteinander für andere Menschen. So sollte es immer sein.

Eines Tages traf Albert eine Frau, die mit ihrem Mann in einer Missionsstation in Afrika arbeitete. Eine Missionsstation ist so etwas Ähnliches wie ein Pfarrhaus. Die Frau erzählte ihm, dass diese Station mitten in Afrika an einem Fluss liegt, der Ogowe heißt. „Es gibt viele Kranke dort, viele von ihnen sterben, weil ihnen keiner helfen kann“, sagte die Frau. Der Mann dieser Frau war Missionar und hieß Morel. Er erzählte Albert Schweitzer, wie die Menschen dort leben, was sie essen und womit sie sich beschäftigen.

Da sagte Albert Schweitzer dem Missionar, dass er mit seiner Frau nach Lambarene kommen werde: „Wir werden es versuchen!“ „Das ist ja wunderbar“, rief Herr Morel aus. „Ich werde ihnen ein Stück Land, eine kleine Holzhütte und einen Hühnerstall geben, womit sie ihr Hospital errichten können! Mehr kann ich leider nicht für sie tun.“ „Das lassen sie meine Sorge sein“, antwortete Albert Schweitzer. Meine Frau Helene und ich werden das schon schaffen“. Doch wie schwer das alles sein würde, ahnten beide noch nicht.