Natural Splendour of the Arrow Lakes

Wednesday’s Photos

Advent Impressions

Signs of the approaching winter are now beginning to tell us in our neck of the woods that the dark season is upon us. But for those, who keep the candle burning in their hearts and have their eyes wide upon for the wonders of God’s creation, the brightness of the snow and the green colours of branches bring joy in fond anticipation of Christmas. It is a time for reflection away from the hustle and bustle of last-minute shopping in the peace and quiet of a landscape at rest. Enjoy.

Please note this is the last post before Christmas. I need to take some time off for the family. I wish all my readers a very Merry Christmas and a Happy New Year.

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Serene Winter Scene

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Nature’s Advent Wreath

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Ice Flowers Growing on a Windshield

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Ever-Green Cedar Branches

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Snow-capped Ornamental Thistles

Something very touching is the following video a friend had passed on to me yesterday.

Über menschliche Werte im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben – 13. Teil

A016Mut

„Mut ist uns nicht angeboren. Mut ist der Sieg über die Angst und unsere Ängste”, schreibt Friedrich Schorlemmer (in Möllering und Behlau). „Denn Angst ist uns angeboren, die Angst vor allem, was uns bedroht, in der Wirklichkeit und im Traum: Angst vor dem Stärkeren, Angst zu unterliegen, Angst vor körperlichem und seelischem Schmerz, Angst um unser Leben selbst, Angst vor dem Versagen – vor uns selbst, vor anderen oder vor einer Aufgabe -, Ängste vor dem Beginnen, Angst davor, Verantwortung übernehmen zu sollen.” Hinzu kommen Ängste vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, die viele Menschen bedrücken.

Die Quellen des Mutes bestehen darin, sich seiner Kräfte und seines Wertes bewusst zu sein, zu überlegen, was man sich zumuten kann und was nicht. Das erfordert Selbstbesinnung auf den Mut des Herzens und des Verstandes.

Ein Zeichen des Mutes ist wohl auch die so genannte „Zivilcourage”. Es ist ein Wort, das einst Bismarck verwandte als er einem Abgeordneten des Preußischen Landtages sagte: „Mut auf dem Schlachtfeld ist bei uns (Deutschen) Gemeingut. Aber Sie werden es nicht selten finden, dass es ganz achtbaren Leuten an Zivilcourage fehlt!”

„Zivile Tapferkeit – das ist der Mut vor dem Freund”, stellt Friedrich Schorlemmer fest. „Und es ist der Mut, ganz auf eigenes Risiko einzuschreiten… Es ist das eigene, freie Heraustreten aus den ,Regeln der Herde’, wo Verantwortung das gebietet oder wo das Herz unmittelbar schlägt.” Es bedeutet auch, weder auf den Beifall noch auf die Kritik zu achten, die man dafür erntet. Das bedeutet zugleich, sich davon zu befreien, unbedingt bei den Stärkeren, Mächtigen zu sein und ihnen zu gefallen. So ist es in der Diktatur und nicht anders in der Demokratie, wenngleich hier nicht so gefährlich. Doch brauchen wir zum eigenen Mut auch Ermutigung und wenn möglich auch Verbündete. Denn eigener Mut macht anderen Mut, wenn die Gründe des Denkens und Handelns ethisch sind und wenn der Mutige glaubwürdig ist. Ein überzeugendes Beispiel für großen Mut, große Zivilcourage ist der amerikanische Bürgerrechtler und Denker des Friedens Martin Luther King. Ihn als Vorbild zu wählen, ist für viele mutige Menschen in aller Welt Kraft spendend gewesen. Mut zu zeigen, gilt es nicht nur im Blick auf die Mächtigen, sondern ebenso im Blick auf die Schwachen, die Hilflosen, die Verfolgten, die Flüchtenden. So war es mutig von jenem Pfarrer, der einst den „obdachlosen”, verfolgten Erich Honecker bei sich aufzunehmen, obwohl er dafür beschimpft und geschmäht worden ist. Dieser Pfarrer handelte doch im Sinne der Bergpredigt, im Gegensatz zu manchem seiner einstigen Amtsbrüder jener Zeit, denen die Bergpredigt nichts mehr bedeutete.

Anstelle der Jahrhunderte lang gepriesenen „Tapferkeit vor dem Feind” sollte der Mut treten, gegen Krieg, Gewalt, Unrecht, Hunger, Armut aufzutreten. Auch hier gilt Albert Schweitzers Wort: „Das wenige, das du tun kannst, ist viel, wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst, sei es ein Mensch, sei es irgendeine Kreatur.”

Natural Splendour of the Arrow Lakes

Wednesday’s Photos

A Walk along the Lakeshore of the Lower Arrow Lake

On the second Sunday of Advent brilliant sunshine, so unusual in December, invited my wife and me to drive out to our favourite campsite. In other years, we had to park our car at the junction and walk down over snow and ice to the lake. There was hardly any snow, which allowed me to drive down to the boat ramp. From there we took a leisurely hike to the mouth of the creek. Of course, we had our cameras with us, and here is the result of this glorious Sunday morning. Enjoy.

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My Wife and I Basking in the Sunshine

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Ice Crystals on a Mossy Patch

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Studies of Light and Dark

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Sparkling Droplets on Pine Needles

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Caeli enarrant gloriam Dei

 

Über menschliche Werte im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben – 12. Teil

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Muße

Von Elsa Triolet stammt der Hinweis: „Ein Mensch, der über keinerlei Muße verfügt, ist weniger als ein Lasttier. Er ist einfach eine Maschine, um den Reichtum anderer zu produzieren, er ist körperlich zerbrochen, geistig verkümmert.” Er wird ebenso „zur Maschine”, wenn es um den eigenen Reichtum, wenn es um das „Haben” geht, das Erich Fromm der Existenzweise des „Seins” gegenüberstellt. Auf die Frage, was denn Muße sei, antwortet George Bernhard Shaw: „Echte Muße ist Freiheit, zu tun, was uns beliebt, nicht, gar nichts zu tun.” Doch scheint Muße noch mehr zu sein, als „gar nichts zu tun”. Gabriele Herbst (in Möllering und Behlau) weist zunächst darauf hin, dass das Wort „Muße” von der griechischen Vokabel ,schole’ abgeleitet wurde, was Zeit für sich, sich zu bilden, kreative Stille, philosophische Reflexion mit dem Wunsch bedeutet, etwas für den Frieden im Land zu tun. Sie schreibt weiter: „Muße war also nur bedingt freie Zeit, passive Zeit, ziellose Zeit, Zeit des Nichts-Tuns. Sie war eine Zeit gesteigerter Freiheit, in der der Mensch in Ruhe nachdenken konnte, den Versuch unternahm, wirklich er oder sie selbst zu sein oder zu werden.” Doch in unserer Zeit, in der die Existenzweise des „Habens” vor der des „Seins” rangiert, sucht der Mensch Zerstreuung ohne große geistige Anforderungen und pflegt alles andere als Muße und innere Einkehr. In seinem Buch „Der Sabbat. Seine Bedeutung für den heutigen Menschen” verweist der jüdische Theologe Abraham Joshua Heschel darauf, dass am Sabbat Gott nicht die Arbeit, sondern die Zeit heiligte. Es sei eine Zeit des Einklanges von Körper, Geist und Phantasie, ein Tag für das Leben. Der siebente Tag sei Friede zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Natur, Friede im Menschen. Sabbat sei zudem ein Tag, an dem der Umgang mit Geld als Entweihung gilt, an dem der Mensch seine Unabhängigkeit von dem bestätigt, was der oberste Götze der Welt ist. Muße ist also nicht „aller Laster Anfang”, sondern der Beginn einer inneren Erneuerung.

Es ist also für das Wohl des Menschen unerlässlich, wenn die christlichen Kirchen warnen: „Ohne Sonntag ist jeder Tag Werktag!” Warum soll oder „muss” man an diesem Tag einkaufen, verreisen, „schaffen”?! Müssen wir nicht wieder denkende Menschen werden? In seinem Buch „Aus meinem Leben und Denken” schreibt Albert Schweitzer: „Wird der Mensch denkend über das Geheimnisvolle seines Lebens und der Beziehungen, die zwischen ihm und dem die Welt erfüllenden Leben bestehen, so kann er nicht anders, als daraufhin seinem eigenen Leben und allem Leben, das in seinem Bereich tritt, Ehrfurcht vor dem Leben entgegen zubringen und diese in ethischer Welt- und Lebensbejahung zu bestätigen.”

Entschließen wir uns also wieder zu mehr Muße! Wenigstens am „Sabbat”!

Sparkling Hill

South of Vernon in the beautiful Okanagan Valley a two-hour drive from the Arrow Lakes is a world-class health spa. There I took my wife at the end of November as a belated birthday gift. You can google the place and get acquainted with the amazing facilities provided for people looking for a peaceful and soothing place to feel well again. What impressed me, even more, was the magnificent scenery surrounding the building high on a hill. The last clip on the video shows a panoramic shot from our room window. Enjoy.

Über menschliche Werte im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben – 11. Teil

Albert_Schweitzer_in_Lambarene_1964Lebensfreude

„Es liegt viel Lebensfreude in Jesu Wesen”, schreibt Albert Schweitzer in seinen Gesprächen über das Neue Testament. „Er war kein einsamer Mensch, sondern hatte Freunde; wenn man ihn zum Mahle einlud, kam er, und wenn er jemand sah, der ihm gefiel, bei dem lud er sich selbst ein, wie es dem Zachäus widerfuhr (Luk. 19)”.

Doch das Leben bringt nun einmal nicht nur Freude. „Das eigene Schicksal kann so unerträglich sein”, schreibt Ako Haarbeck (in Möllering und Behlau), „dass keine Kraft zur Freude mehr bleibt. Und oft ist es gerade der Glaube, der an den Rand der Verzweiflung bringt… Warum müssen so viele Menschen im Elend leben und schließlich ungetröstet sterben? Warum sind so viele, denen es rundherum gut geht, so gleichgültig gegenüber der Not der Anderen? Warum bin ich selbst oft nur mit dem eigenen Glück und den eigenen Sorgen beschäftigt?” Doch Ako Haarbeck erinnert auch an den Bibelspruch:„Fröhlichkeit ist gut für die Gesundheit, Mutlosigkeit raubt einem die letzte Kraft.” (Sp. 17, 22) Man sollte sich auch, ohne das Sorgenvolle in der Welt und im eigenen Leben zu übersehen, Freude gönnen und ebenso nicht vergessen, anderen Menschen, ja anderem Leben Freude bringen. Auch das schließt die Ehrfurcht vor dem Leben ein! Die Lebensfreude besteht auch darin, dass ich Anderen helfe, Zuwendung zukommen lasse, vergebe.

Doch ist es angebracht, zu bedenken, dass nicht alles, was Spaß macht, auch Freude bedeutet. Eine Gleichsetzung von Spaß und Freude ist kennzeichnend für unsere Gesellschaft, deren Unterhaltung oft nur an der Oberfläche bleibt. Man lacht, jubelt und schreit, macht sich über andere lustig, ohne sich einen Spiegel vorzuhalten, man genießt Alkohol, Drogen, Sex, Faulenzen und bleibt doch innerlich leer. „Sonderbar blind sind die Menschen im Ritus der flüchtigen Freude”, schreibt Pablo Neruda.

Lebensfreude können ein guter Gedanke und eine gute Tat bereiten, ein Blick in die Natur oder in das unendliche All, gute Musik oder ein gutes Buch, Lebensfreude bereiten vor allem auch Dankbarkeit, Vertrauen und die Liebe. Lebensfreude spenden ebenso die glücklichen Augen eines Kindes und die Anhänglichkeit eines Tieres. „Solange ich lebe, freue ich mich nicht nur über etwas, sondern mehr noch vielleicht auf etwas”, bekennt Ako Haarbeck. „Kann ich fröhlich sein, wenn ich mich auf nichts mehr freuen kann?”

„Es ist ein ungeheures Glück, wenn man fähig ist, sich zu freuen”, meint George Bernhard Shaw.