A Tale of Two Teachers

A Humorous Comparison by Dieter Barge

Today I have a little joke. Peter Klopp, a retired teacher, had asked me to make a blog post about cacti with pictures of particularly beautiful blossoms. I will soon do this.

Today I would like to quickly report something about Wilhelm Busch, who was a German painter, early cartoonist, and most beloved of all German poets. In his book “Max and Moritz”  he wrote the story in seven boyish pranks about the two little rascals Max and Moritz. While their devout teacher Lämpel is busy at church, the boys invade his home and fill his favorite pipe with gunpowder. When he lights the pipe, the blast knocks him unconscious, blackens his skin and burns away all his hair.  Here is the beginning of the 4th trick:

An old saw runs somewhat so:

Man must learn while here below.

Not alone the A, B, C,

Raises man in dignity;

Not alone in reading, writing,

Reason finds a work inviting;

Not alone to solve the double

Rule of Three shall man take trouble;

But must hear with pleasure Sages

Teach the wisdom of the ages.

In addition the teacher is drawn like this:

Lämpel

We bought a carved figure of Master Lämpel ! Now a certain resemblance between two teachers has struck me:

Peter Klopp Lämpel small

On this post I share my discovery with glee. Peter will certainly not be angry with me!

Contributed by Master Jester Dieter Barge, who married Edda, the granddaughter of Bruno Kegler (my uncle) and thus became an invaluable member of the illustrious Klopp-Kegler Clan famous or perhaps rather notoriously known for its jocular disposition. To see the Kegler Family Tree, Chart II a – IV, click here. – Peter Klopp

 

A Visit to Hartmut and Gisela Kegler’s New Home in Kochstedt

Our Visit with Uncle Hartmut and Aunt Gisela

by Dieter Barge

Chart II a – II and III

From April 28th to April 30th, 2015, we paid a visit to Edda’s Uncle Hartmut and his wife Gisela in Kochstedt near Dessau.

Hartmut, the first child of Bruno and Johanna Kegler, was born in 1931 in Stettin (Szczecin). He attended the elementary and high school in Hirschberg (town in Lower Silesia). In Thuringia he graduated from an agricultural institute and took his post-secondary education in Rostock and Halle.

From 1955 to 1991 he worked as a scientist at the Institute of Plant Pathology Aschersleben of the German Academy of Agricultural Sciences of Berlin. In 1959 he pursued his doctoral studies, which earned him in 1964 the postdoctoral qualifications as professor. Gisela was born in 1931 in Havelberg and had an active career in the teaching profession.

Havelberg Dom

Havelberg Dom

After the reunification of Germany, Hartmut was dismissed and became unemployed and a pensioner. This came as a result of the closure of the institure. Both Hartmut and Gisela are occupied with keeping the cultural heritage of Nobel Prize winner Albert Schweitzer alive, hold conferences and publish works related to this theme. The lived in Aschersleben am Bäckerstieg 11, where we had often visited them in past.

One of Numerous Publications about Albert Schweitzer's Legacy

One of Numerous Publications about the Albert Schweitzer’s Legacy

In 2011 we celebrated their combined 160th birthday in the wonderful town of Havelberg at the confluence of the Havel River (great for going paddling) with the Elbe River.

160th Combined Birthday of Hartmut and Gisela Kegler

160th Combined Birthday of Hartmut and Gisela Kegler

In 2014 their son Harald procured for them accommodation with in-house care facilities in the Dessau city district of Kochstedt.

Hartmut and Gisela in their Cozy Livingroom

Hartmut and Gisela in their Cozy Livingroom

Here we visited them for the first time. Hartmut had reserved a room for us in the guesthouse ‘Heideperle’. We had lots of time for stimulating conversation.

Guesthouse Heideperle at Kochstedt

Guesthouse Heideperle at Kochstedt

Bloody War or My Father’s Continued Journey (in German)

Verdammter Krieg

Der Weitere Weg Meines Vaters

von Klaus-Dieter Barge – Chart II a – IV

Die 807 meines Vaters agierte mit der 557. ID ( XXV. AK) unter Generalleutnant Kuprion im Elsaß nördlich von Colmar und westlich von Rhinau im Bereich der 5. französischen Armee bis zur Kapitulation der französischen Truppen am 22.Juni 1940, da wurden etwa 200.000 Mann der französischen Heeresgruppe 3 (2., 3., 5. und 8. Armee) gefangen genommen.
Damit waren die deutschen Truppen noch einige Wochen beschäftigt.

Es gibt verschiedene Fotos in Fotoalben von Soldaten der Abteilung 806 vom Chateau de Thanvillé (deutsch Tannweiler) und weiteren Orten.

Chateau de Thanvillé aus Wikipedia

Chateau de Thanvillé aus Wikipedia

In Sélestat (deutsch Schlettstadt) , etwa 20 km nördlich von Colmar, man erkennt auf dem Foto den mächtigen Uhrturm (Tour de l’horloge).

In Saverne (deutsch Zabern) (die Stadt liegt 80 km nördlich von Colmar zwischen Vogesenwäldern und Weindörfern) gilt das Château des Rohan dank seiner 140 Meter langen Fassade aus rotem Sandstein als “Elsässisches Versailles”.

Mit dem Befehl vom 13.8.1940 wurde die Art.Abt.806 nach Mühlhausen zurückgeführt.

Rückführung 801 - 807

Rückführung 801 – 807

Die Artillerie Abteilung 806 wurde dort am 31.8.1940 aufgelöst.
Danach gehörte Rolf zur Stellungsbatterie 771/Küstenbatterie 771, ausgerüstet mit 4*15 cm Kanone 15/16 (t).
Diese Einheit wurde mit zusätzlichen Eingliederungen per Befehl vom 20.12.1940 zur 3.Batterie Heeres-Küsten-Artillerie Abteilung 788 in Le Havre.
Im Dezember 1942 kam die Batterie nach Mesnil Val, im Frühjahr 1943 an die Klippen von Mers-les-Bains bei Treport.
Als die Batterie im Dezember 1943 nach Südfrankreich verschickt wurde, kam mein Vater doch bald wieder nach Mers-les-Bains zur 3. Batterie der I./HKAR 1252 zurück. (Über seine “mystische” 3./788 gibt es eine Geschichte von Alain Chazette, dem 1.Atlantikwall-Kenner in Frankreich).
Am 9.7.1944 wurde er nach Fecamp zur 10./1252 versetzt, die etwa zu diesem Zeitraum zusätzlich mit Flak 8,35 (t) ausgerüstet wurde.
Alle Standorte liegen in der Region “Haute-Normandie des Somme” an der sogenannten “Alabasterküste”.
Das folgenden Fotos zeigen meinen Vater Rolf am 21.6.1944 (15 Tage nach D-Day) an seinem 25. Geburtstag und meine Eltern 1944 (am 12.6.1943 hatten sie geheiratet).

Nach dem deutschen Rückzug im September 1944 folgten Kämpfe in Holland (Schlacht von Arnheim, auch “Operation Market Garden” genannt).
Für ca. 3 Monate lag er mit dem 184.AR (84. ID) am Reichswald bei Kleve am Niederrhein.

Dort startete südlich von Nijmegen (Holland) am 8.2. 1945 die “Operation Veritable”, an der neben den Engländern auch kanadische Einheiten beteiligt waren
(1. Kanadische Armee unter Harry Crerar).

Operation Veritable wurde von General Crerar befehligt, er kommandierte 470 000 Mann mit 1000 Geschützen und 1000 Jagdflugzeugen bzw. Bombern, der Angriff am 8.2.1945 war der größte Artillerieangriff des 2. WK an der Westfront.
Mein Vater wurde am gleichen Tag am Galgensteeg in Kranenburg von den Kanadiern gefangen genommen. Er war in folgenden Kriegsgefangenenlagern in Belgien:

-Camp 2223 Brasschaat/Antwerpen
-Camp Waterschei
-Camp 2228 Overijse
-Camp 2221 Vilvorde
-dort am14.6.46 geflohen, nach 14 Tagen mit Hunden aus Versteck geholt
-28.6.46 wieder ins Lager gekommen
-25.7.46 Munster, Deutschland

Damit verbrachte er fast 8 Jahre seiner Jugend in RAD, Wehrmacht und Gefangenenlagern!

Die beiden folgenden Bilder zeigen General Crerar und bei einem Treffen mit dem englischen Feldmarschall Montgomery im Februar1945 bei Kleve.

Am 3./4.April 1945 wurde Nordhausen, Rolfs Heimatstadt, von der RAF unter Arthur Harris, genannt “Butcher”, 2 mal bombardiert, das Haus der Barges wurde zerstört, darin starben meine Großeltern Karl und Anna Barge , 2 Tanten und ein kleiner Cousin von mir. Nordhausen wurde zu 74% zerstört, 8800 Menschen kamen dabei um.

Das war 7 Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner!.Für Harris wurde in London ein Denkmal errichtet.

Alle 4 Brüder überlebten den 2.WK, da waren es noch 7 Barge-Geschwister.

Mein Vater kam Ende Juli 1946 nach Mitteldorf, dem Heimatort meiner Mutter zurück, am 22.4.1947 wurde ein Junge geboren, der Beginn einer neuen Zeit.

Es ist mir nicht leichtgefallen, über teilweise fürchterliche Dinge zu berichten.
Ich glaube aber auch, dass wir die Aufarbeitung dieser schlimmen Zeit unseren Vätern schuldig sind, ich fühle mich dadurch meinem Vater sehr verbunden und möchte , dass unsere Nachkommen wissen, wie es unserer Familie in diesen geschichtlichen Ereignissen erging.
Schön, dass sich Frankreich und Deutschland immer mehr annähern und mit der heutigen Jugend der Teufelskreis von Feindschaft durchbrochen ist.

Bruno’s Last Days (in German)

Brunos Letzte Tage – Chart II a – II & IV

von Dieter Barge

Ich war sehr froh, in den Unterlagen der 218. ID einen 4-seitigen Bericht zu dem Vorauskommando zu finden, dem Bruno mit seinem Radfahrerzug angehörte. Zunächst der Berichtskopf mit einigen allgemeinen Angaben zum Vorauskommando, dann 2 Fotos zu Radfahrern in der Wehrmacht.

Das Vorauskommando hatte eine beachtliche Stärke: 10 LKW, 3*Flak, 3*PAK, 7 Motorräder, Küchen-, Munitions-, Funk-, Tank- und Krankenwagen, 3 Radfahrgruppen, 2 Radfahrerzüge. Im nächsten Bild wird begründet, dass die Gruppe wegen des schlechten Wetters nicht mit den schweren LKW an den Rhein heranfahren konnte und eine weitere Nacht vom 15.Juni zum 16.Juni in Tutschfelden übernachten mußte.

Bild 4 Bericht 2

Der Abmarsch erfolgte am 16.Juni erst gegen 18 Uhr, deshalb konnte Bruno auch einen Brief an die Familie daheim schreiben und das folgende Bild beilegen, das auch noch entwickelt werden musste. Das Bild zeigt Bruno bei der “Bekanntgabe der Lage und der Aufgaben des Vorauskommandos” an seinen Radfahrerzug und ist mit 16.6.1940 datiert.

Bruno letztes Bild

Bruno letztes Bild

Das nächste Bild enthält die Erläuterung des Fahrweges von Tutschfelden bis Sigolsheim. Ich habe den Verlauf in 2 Google-Maps-Bildern eingetragen.

Der folgende Bericht schildert die Kämpfe in Sigolsheim und in Kientzheim, zu diesem Zeitpunkt war das Vorauskommando tatsächlich vor dem 386 IR, das sie vor Gemar einholten.

Bild 9 Bericht 4

Bemerkenswert, dass die Einheit direkt vom Divisions- und vom Regimentskommandeur geführt wurde! Die Kämpfe in Kientzheim dauerten ca. 9 Stunden !

Gegen Mittag fiel Bruno, wie im Beitrag von Anke und Jürgen bereits von einer Augenzeugin beschrieben wurde. Der Bericht des Vorauskommandos ist damit stimmig mit der Augenzeugin und der folgenden Nachricht des Vorgesetzten Brunos an Johanna. Etwas verwunderlich für mich ist, dass von diesen schweren Kämpfen in Kientzheim nichts beschrieben wurde.

Bruno

Die nächsten beiden Bilder zeigen das 1.Grabkreuz und das nach der offiziellen Trauerfeier errichtete 2. Grabkreuz.

Am 25.10.1940 besuchte die beiden Brüder Gerhard (später General) und Günther (Oberst) die Grabstelle.

Bild 13 Günther und Gerhard am Grab ihres Bruders am 25.10.1940

Die Söhne Jürgen und Hartmut konnten nach der Wiedervereinigung gemeinsam das Grab besuchen.

Bild 14 Jürgen und Hartmut am Grab ihres Vaters Bruno

Ich habe zur Erinnerung an Bruno 2 Bilder bearbeitet, das eine zeigt den jungen Bruno am Grab seines Vaters.

 

Operation ‘Kleiner Bär” 1940 (in German)

Die Lebenslinien von Bruno Kegler und Rolf Barge treffen sich 1940 im Schwarzwald – Part II

 Von Dieter Barge (Chart II a – II & IV)

Die Division wurde am 31.5.1940 bei gutem Wetter in Marsch gesetzt, die Fahrt ging von Burg über Magdeburg, Halle , Naumburg nach Erfurt, das gegen Abend erreicht wurde.
Von Erfurt ging es über die Rhön nach Frankfurt-Süd, von dort über die Bergstraße nach Heidelberg, das Neckartal hinauf bis Stuttgart. In Stuttgart (1.6.1940 abends) erfolgte die Ausladung und der Abmarsch über Freudenstadt nach Zell. Die endgültige Unterbringung der Einheit von Bruno erfolgte in Schuttertal.

Endgültige Unterbringung

Endgültige Unterbringung

Nach Tutschfelden kam die 3.Kompanie des IR 386 und die 2.Batterie des AR 216, nach Bleichheim die 3.Kompanie des IR 386, nach Schweighausen der Reg.stab des IR 386 mit Nachrichten-, Reiter- und Pionierzug. Der Regimentskommandeur des IR 386 war Oberst Manitius.

Laut Forum der Wehrmacht (FdW) hatte damals ein Infanterie-Regiment hatte ca. 3000 Mann, ein Bataillon ca. 860 Mann, eine Infanterie-Division über 10.000 Mann.
Die Unterbringung erfolgte bei den Einwohnern der Orte, in Schulen, anderen öffentlichen Gebäuden, oder es wurde biwakiert.
Eine Übersicht über den Oberrhein gibt das folgende Bild:

Übersicht Oberrhein

Übersicht Oberrhein

Der Angriff

Hier der Bucheinband zu dem bereits genannten Buches von Josef Göhri:

Breisgauer KTB Göhri

Breisgauer KTB Göhri

Josef Göhri schreibt, dass die deutschen Angriffstruppen in Bleichheim in wenigen Tagen enge Freundschaft mit der Bevölkerung geschlossen hatten, aber die vollbehangenen Kirschbäume bald wie leergefegt waren. Die Dorfbewohner schauten mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu, “wir Buben hatten das Nachsehen”.
Am 10.Juni wurde die Division in den Angriffsraum vorgezogen, die Führungsstaffel der Division rückte nach Wagenstadt, einem Stadtteil von Herbolzheim, vor, der Rest des Stabes wurde nach Ettenheim verlegt.

Befehl Angriffsraum 10.6.1940

Befehl Angriffsraum 10.6.1940

Aus den beiden folgenden Dokumenten geht hervor, dass die schwere Artillerieabteilung 806 meines Vaters der 218.ID zugeordnet wurde, sie von der 218. ID verpflegt wurden und die Munition für den Angriff in Weisweil erhielt. Die 806 rückte am 14.Juni aus Oberachern nach Kappel vor.


Die beiden folgenden Bilder zeigen eine motorisierte Artillerie-Einheit bei Bleichheim, es handelt sich dabei um eine Batterie 15cm s F.H.18 (schwere Feldhaubitzen), diese Einheit kam wie Rolf auch aus dem Artillerie-Regiment 65 in Mühlhausen.

Die 218. ID gehörte ebenso wie die 221. ID und 239.ID zum XXVII. AK (Armeekorps)von General Alfred Wäger,
nördlich davon stand das XXV.AK von General Ritter von Prager mit der 555.ID und der 557.ID, südlich davon XXXIII. AK von General Brandt mit der 554.ID und der 556.ID.

Den deutschen Truppen in diesem Gebiet standen die V. und VIII. Armee Frankreichs gegenüber.

Im Vorgriff wurde die Bevölkerung in den Gemeinden zwischen Rhein und den geschützten Lagen im Schwarzwald evakuiert.

Im Rücken der französischen Armeen an der Maginotlinie war bereits die Panzergruppe Guderian unterwegs, um diese einzukesseln, am 9. Juni 1940 hatte die zweite Phase des Westfeldzuges mit der Durchbruchsschlacht durch die französische Aisne-Front begonnen. Am 12. und 13. Juni schloss sich der Kampf um Châlons s.M. und den Rhein-Marne-Kanal sowie bis zum 17. Juni die Verfolgungskämpfe über den Rhein-Marne-Kanal bis zur Schweizer Grenze bei Pontarlier an.

Am 15.6.1940 begann der deutsche Angriff auf die französische Maginotlinie um 10 Uhr mit schwerem Artilleriefeuer aus 300 Kanonen insbesondere gegen die feindlichen Bunker, um den Rheinübergang der deutschen Truppen vorzubereiten. Daran waren auch die Geschütze des Westwalls und das Eisenbahngeschütz “Kurzer Bruno” beteiligt.
Den Tätigkeit eines vorgeschobenen Beobachters (VB), die mein Vater bei der 806 hatte, wird durch das folgende Bild vom Bundesarchiv veranschaulicht.

Russland, Artillerie-Beobachtung

Russland, Artillerie-Beobachtung

Nach dem Artilleriefeuer begann der Sturm der Einheiten über den Rhein, der geplante Einsatz von Stukas konnte wegen des schlechten Wetters nicht erfolgen. Der Rhein führte Hochwasser, Flußbreite ca. 210m, Wassertiefe 5-6 m, Strömung 3-4 m/sec, ca. 40 sec dauerte die Fahrt mit einem Sturmboot.
Ich habe die Übersetzstreifen der 218.ID einmal in der Übersicht dargestellt, vom IR 386 waren 2 Bataillone eingesetzt, Bruno war also nicht dabei. Eine Vorstellung über den Rheinübergang vermitteln die folgenden 3 Bilder von Josef Göhri, ein Bild des Bildarchivs zeigt ein Sturmboot im Einsatz.

Das IR 386 startete aus dem Raum westlich von Wyhl und sollte sich in Richtung Mackenheim vorkämpfen. Es wurden 500 Mann mit 60 MG in 6 Etappen übergesetzt. Die Fahrt über den Rhein war sehr verlustreich, vom Regiment wurden 33 Mann vermisst. Im Verlaufe des Tages wird ein kleiner Brückenkopf bis zu 500 m Tiefe gebildet.
Wenige Tage später erfuhren die Bewohner von Bleichheim von einem zurückgekehrten Unteroffizier, dass viele Soldaten in ihren Booten ums Leben kamen, “der Rhein war vom Blut rotgefärbt”!
Am 15.Juni begann durch das Pionierbataillon 685 (der 239. ID unterstellt) der Aufbau einer Pontonbrücke über den Rhein bei Sasbach, nahe den Überresten der Limburg.
Am 16.Juni hat das IR 386 Marckolsheim erreicht, es gab Unterstützung durch Stukas.

Göhri Stuka

Göhri Stuka

Zerstörte Bunker aus dem Buch von J.Göhri:

Am Abend überquerten die Truppen den Rhine-Rhone-Kanal und eliminieren weitere französische Bunker.
Am 17. Juni wird Marckolsheim eingenommen, am 17.Juni 8 Uhr ist die Pontonbrücke fertig und schwere Waffen können übergesetzt werden. Am Abend des 17.Juni wird Colmar besetzt.

Bruno war in eine große Vorausabteilung, gebildet aus den IR 386 und 397, eingeteilt, diese Abteilung sollte eigentlich am 15.Juni übersetzen und die Spitze der ID 218 bilden, das hat nicht wie geplant geklappt. Ich berichte im 3. und letzten Teil meines Beitrages detailliert über einen Bericht, den ich in den Unterlagen der 218. ID darüber gefunden habe.

Die Einheit meines Vaters wurde, wie aus Unterlagen des XXV. Armeekorps hervorgeht, in der Nacht vom 16. zum 17.Juni der 557. ID zugeführt und unterstellt, am 18.Juni überquerte sie in der Dringlichkeitsstufe an 10.Stelle die Pontonbrücke Sasbach.
Diese 557. ID/ XXV. AK agierte im Raum Rhinau im Bereich der V. französischen Armee.
Von der Rheinüberquerung 4 Bilder meines Vaters:


Von der Operation “Kleiner Bär” gibt es einiges im Axis-History-Forum und bei Feldgrau zu lesen.

Es geht bald weiter.

More on Bruno Kegler and His Family in German

 Bruno Kegler und Seine Familie

Chart II a – I, II, III, IV

Contributed by Dieter and Edda Barge

Wir möchten heute über Eddas Großeltern mütterlicherseits berichten. Eine Hilfe dabei sind die bereits genannten Ahnen-Unterlagen von Erich Engel und ein Fotoalbum, dass Oma Johanna für ihre Tochter Elisabeth (Eddas Mutti) gefertigt hat. Erich ist Johannas Cousin, man sieht beide auf folgendem Foto:

Bild 1

Bild 1

 Eddas Opa Bruno Kegler entstammte einer Pastorenfamilie. Er wurde am 14.8.1901 in Grünewald, Kreis Neustettin in Hinterpommern, als 6. Kind in der Ehe von Pastor Karl Kegler und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Maas, geboren. Erich Engel ermittelte als ältesten Vorfahren der Keglers einen Gottfried, der sich noch Kägeler schrieb. Gottfried wurde in Luchow bei Stettin geboren und starb am 12.Mai 1715. Hier die Eltern von Bruno:

Bild 2

Bild 2

 

Bruno 1906 und 1924:

Bild 3 und Bild 4

 Das nächste Bild zeigt die Eltern von Johanna, Oberschullehrer Ludwig Engel mit seiner Frau Margarete, geb. Janke, und der kleinen Johanna, die am 15.März 1907 in Bad Ziegenhals, Kreis Neiße geboren wurde und das einzige Kind blieb.

Bild 3

Bild 5

 Johanna verlebte eine glückliche, unbeschwerte Kindheit und wuchs in einem harmonischen, fröhlichen Elternhaus auf. Sie besuchte das Lyzeum und die Studienanstalt in Hirschberg, später die Frauenfachschule in Görlitz und von 1929 – 1931 das Lehrerseminar in Stettin. Bruno erhielt seinen ersten Unterricht in der Volksschule Grünewald bei seinem Vater, 1911 trat er in die Kadettenanstalt in Plön ein, ab 1915 in Berlin-Lichterfelde, 1919 bestand er das Abitur, der Tod seines Vaters am 15.Juni 1919 traf ihn hart. Er trat in den Grenzschutz ein und begann ein Medizinstudium in Tübingen, das er aber wegen Geldmangel aufgeben musste. Er trat in den Zolldienst ein. In Neustadt/Oberschlesien befreundete er sich mit Hans Becker. Später wurde er nach Stettin versetzt Bei einem Besuch bei den Beckers sah er ein Bild von Johanna Engel an der Wand hängen und die Frau von Hans Becker, Ruth sagte “das ist meine Cousine Johanna”. Bruno wollte unbedingt Grüße von Beckers an Johanna ausrichten und lernte sie am 10.8.1928 in Stettin kennen. Nun begann für Johanna die wunderschöne Zeit der ersten Liebe. Sie sahen sich oft und unternahmen gemeinsame Wanderungen und Dampferfahrten. Bruno hatte nach dem ersten Zusammentreffen mit Johanna den beiden Damen, bei denen er als “möblierter Herr” wohnte, spontan erklärt, dass er seine zukünftige Frau kennengelernt habe !!! Am 29.April 1930 schlossen beide in Hirschberg den Bund der Ehe. In ihren Ringen war der 10.8.1928 eingraviert.

 Bilder 6 – 9

Bild 9 zeigt beide mit den Beckers. Der Weg der Familie führte sie über Bad Landeck (ab Jan. 1935), Bitburg (ab Okt. 1937), Königsberg/Neumark (ab Okt. 1938) nach Oppeln (ab April 1940). In Stettin wurden Hartmut am 14.4.1931(Bild 10) und Elisabeth am 31.12.1933 (Bild 11) geboren.

 

Bild 10                                                                                                                    Bild 11

Von Bad Landeck die Bilder 12-16.

 

Bilder 12 – 16

 In Bitburg wurde am 20.3.1938 Jürgen geboren.

 

Bilder 17 – 19

 Bild 19 entstand bei einem Besuch der Großeltern Ludwig und Margarete. In Königsberg führt der stolze Großvater Ludwig die großen Enkel zum Schwimmunterricht, die nächsten Fotos zeigen Ferienbilder von Stolpmünde.

Bild 20

Bild 20

 

Bilder 21 – 24

 Auf den Bildern 21-24 sieht man Oma Elisabeth. Dann begann am 1.September 1939 der unsägliche Krieg. Bruno musste den Polenfeldzug vom 1.September bis zum 6.Oktober mitmachen. Bild 25 zeigt Bruno in Uniform, Bild 26 die Familie bei einem Urlaub im Januar 1940.

Bild 25                                                                                                                   Bild 26

 Am 18.6.1940 fiel Bruno in Kientzheim/Elsaß. Hanna schrieb im Album: Manchmal wollt’ ich fast verzagen, und ich dacht-ich trüg es nie. Und ich hab es doch getragen, aber fragt mich nur nicht -wie.-” Über diese schlimme Zeit berichtet Dieter in einem gesonderten Beitrag! Oma Hanna ging bald mit den Kindern nach Hirschberg zurück. Es schließt sich zeitlich der schon eröffentlichte Bericht von Hartmut über die Flucht nach Mellen an.