Bruno’s Last Days (in German)

Brunos Letzte Tage – Chart II a – II & IV

von Dieter Barge

Ich war sehr froh, in den Unterlagen der 218. ID einen 4-seitigen Bericht zu dem Vorauskommando zu finden, dem Bruno mit seinem Radfahrerzug angehörte. Zunächst der Berichtskopf mit einigen allgemeinen Angaben zum Vorauskommando, dann 2 Fotos zu Radfahrern in der Wehrmacht.

Das Vorauskommando hatte eine beachtliche Stärke: 10 LKW, 3*Flak, 3*PAK, 7 Motorräder, Küchen-, Munitions-, Funk-, Tank- und Krankenwagen, 3 Radfahrgruppen, 2 Radfahrerzüge. Im nächsten Bild wird begründet, dass die Gruppe wegen des schlechten Wetters nicht mit den schweren LKW an den Rhein heranfahren konnte und eine weitere Nacht vom 15.Juni zum 16.Juni in Tutschfelden übernachten mußte.

Bild 4 Bericht 2

Der Abmarsch erfolgte am 16.Juni erst gegen 18 Uhr, deshalb konnte Bruno auch einen Brief an die Familie daheim schreiben und das folgende Bild beilegen, das auch noch entwickelt werden musste. Das Bild zeigt Bruno bei der “Bekanntgabe der Lage und der Aufgaben des Vorauskommandos” an seinen Radfahrerzug und ist mit 16.6.1940 datiert.

Bruno letztes Bild

Bruno letztes Bild

Das nächste Bild enthält die Erläuterung des Fahrweges von Tutschfelden bis Sigolsheim. Ich habe den Verlauf in 2 Google-Maps-Bildern eingetragen.

Der folgende Bericht schildert die Kämpfe in Sigolsheim und in Kientzheim, zu diesem Zeitpunkt war das Vorauskommando tatsächlich vor dem 386 IR, das sie vor Gemar einholten.

Bild 9 Bericht 4

Bemerkenswert, dass die Einheit direkt vom Divisions- und vom Regimentskommandeur geführt wurde! Die Kämpfe in Kientzheim dauerten ca. 9 Stunden !

Gegen Mittag fiel Bruno, wie im Beitrag von Anke und Jürgen bereits von einer Augenzeugin beschrieben wurde. Der Bericht des Vorauskommandos ist damit stimmig mit der Augenzeugin und der folgenden Nachricht des Vorgesetzten Brunos an Johanna. Etwas verwunderlich für mich ist, dass von diesen schweren Kämpfen in Kientzheim nichts beschrieben wurde.

Bruno

Die nächsten beiden Bilder zeigen das 1.Grabkreuz und das nach der offiziellen Trauerfeier errichtete 2. Grabkreuz.

Am 25.10.1940 besuchte die beiden Brüder Gerhard (später General) und Günther (Oberst) die Grabstelle.

Bild 13 Günther und Gerhard am Grab ihres Bruders am 25.10.1940

Die Söhne Jürgen und Hartmut konnten nach der Wiedervereinigung gemeinsam das Grab besuchen.

Bild 14 Jürgen und Hartmut am Grab ihres Vaters Bruno

Ich habe zur Erinnerung an Bruno 2 Bilder bearbeitet, das eine zeigt den jungen Bruno am Grab seines Vaters.

 

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