Addition to Post ‘One Drink Too Many’ in German

Guest Contributor: Norbert Werner

Reifferscheid Family Tree – Chart IV – IV

Kommentar zum Post: One Drink Too Many

Eine wirklich sehr heitere Geschichte. Dazu möchte auch ich meinen Kommentar abgeben: Bekanntlich lebten wir in der DDR ja in einer “Mangelwirtschaft”, obwohl man das, streng genommen, auf den Alkohol nicht immer beziehen konnte.(Ist ein extra Thema!) Aber bezüglich Wein gab es oft nur übersüßen Weißwein aus Ungarn, der zu heftigem Kopfschmerz führte. Da wir in den Gärten unserer Großfamilie Obst im Überfluss hatten, begannen wir bald mit der eigenen Herstellung von Wein aus den verschiedensten Früchten: Apfel, Sauerkirsche, Hagebutten…

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Die Äpfel wurden in unserem Waschhaus in Stücke geschnitten und dann mit einer handelsüblichen Küchenmaschine zu Brei verarbeitet. Zum Trennen von Saft und Fruchtfleisch haben wir die Wäscheschleuder benutzt (die damals noch nicht in der Waschmaschine integriert war). Dann kam alles in große 10- und 20-Liter-Ballons, mit Hefe und Zucker versetzt und mit einem Gärröhrchen verschlossen. So standen sie dann wochenlang in Küche, Schlafzimmer,… herum und mussten auch regelmäßig umgefüllt werden. Dazu namen wir einen Kunststoffschlauch (ähnlich der Benzinleitung beim “Trabant”!), saugten mit dem Mund an und ließen es dann im freien Fall laufen. Mein Sohn (damals im Kindergartenalter) machte das viel Spaß und er half seinem Onkel oft dabei. So wunderten wir uns zunächst, dass er auf der Heimfahrt mit dem “Trabant” fröhlich sang und erzählte, was sonst nicht seine Art war. Er hatte sehr lange an dem Schlauch gesogen und es war ein süßer Saft!!

5 comments

  1. Edda · March 15, 2016

    Sehr interessant zu lesen,wozu so eine DDR-Wäscheschleuder noch zu gebrauchen war!😊👍
    Ich kenne die noch von meiner Schwiegermutter aus Erfurt her-die Schleuder rumpelte ganz schön und musste beim Schleudern am besten durch festes Draufstützen gegalten werden.Die hat dann natürlich bei der Entsaftung gute Dienste geleistet!
    Und euer Sohn hat ja beim Umfüllen sichtlich gerne mitgeholfen!😆😆👍
    Mit herzlichen Grüssen!
    Edda

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  2. taphian · March 15, 2016

    sehr lustig. In der Not wird der Mensch erfinderisch. In Schweden gab es ja schon immer Probleme mit teurem Alkohol, weshalb die Schweden sogar aus Butterblumen Wein gemacht haben, der aber nicht schlecht war, vor allem zu frisch gefangen Flußkrebsen.

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  3. krysiakorsak · March 16, 2016

    …ha ha cannot understand a word but I love that olde book and lovely illustration. What a great find…still dwelling on that amazing story from your youth, Peter! 🙂

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    • Peter Klopp · March 16, 2016

      This post was written by my wife’s nephew about wine making in East Germany, when Germany was still divided and the only wine they could buy was a Hungarian wine that gave them headaches. Quite a funny story.
      Thank you, Krysia, for your detailed and heart-felt comments further down the road. I hope you will have recovered from your cold and find the energy to do all your favourite things: tending the garden, painting, reading and writing posts. All the best wishes!

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      • krysiakorsak · March 16, 2016

        Thank you Peter…slowly does it and mainly lacking in energy. I am sure the sun and warmer weather will help once it comes back out to stay…for a while, at least! Hungarian wine…headache inducing stuff…on a par with home brew? I can remember my mother driving through East Germany as a child…we never wanted to stop anywhere, just get to the border as quickly as possible! It was quite scary! All the Best to you too my friends and as they say in Polish, Na zdrowie… 🙂

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