Über menschliche Werte im Geiste der Ehrfurcht vor dem Leben – 18. Teil

To my English speaking blogging friends: Today’s post is the last instalment of the Schweitzer inspired series on human values. I thank you all for your patience and for the effort of some to translate these rather difficult posts. Next Friday I will return to the Klopp Family Story.

A012

 

Vertrauen

Auch das Wort Vertrauen ist kaum noch gebräuchlich. Die Herrschaft der Ökonomie im Denken und Handeln der Menschen führt dazu, dass alles, was man nicht berechnen und Voraussagen kann, wertlos ist. Denn „Vertrauen ist etwas Geistiges”, sagte Albert Schweitzer. „Es kann nur in geistigem Geschehen entstehen … Ich bekenne, dass ich Vertrauen in die Menschen setze. Mein langes Leben hat mich gelehrt, dass wir alle denkende Wesen sind und dass es nur darauf ankommt, dass dieses Denken erwacht und bis in die Tiefe unseres Seins geht.”

Aber auch für alle Unternehmen ist Vertrauen „das große Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.” Ohne das Vertrauen in die Worte Jesu: „Du aber folge mir nach!”, ohne das Vertrauen in alle seine treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ohne das Vertrauen in das „Symbol seines Werkes”, das Spital in Lambarene, hätte er all die Mühsal, alle die Rückschläge, alle die Verleumdungen und alle diese Widerstände nicht überwinden können. Aber auch seine Mitarbeiter und Patienten ‘lebten davon, dass jemand an sie glaubt’ und ihnen vertraut. ‘Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinaus gibt, das arbeitet an den Herzen der Menschen und an ihrem Denken.’

Was zwischen einzelnen Menschen gilt,  hat ebenso in den Beziehungen zwischen den Völkern und Staaten Bedeutung. Auch hierzu hat sich Schweitzer mit dem Hinweis geäußert: „Gemeinsame Ideale allein bieten die Möglichkeit, dass der Einzelne wie auch die Völker sich gegenseitig verstehen, sich gegenseitig achten und Vertrauen zueinander haben.” Die geistige Kraft des Vertrauens ist das beste Mittel zur Wahrung des Friedens. Den guten Staatsmann erkennt man auch daran, dass er internationales Vertrauen schafft.

12 comments

  1. rabirius · February 1

    Excellent

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  2. Amy · February 1

    “The good statesman can also be recognized by the fact that he creates international trust.” Where are they when we need them?

    I look forward to your family story (and English!) returning.

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  3. Stella, oh, Stella · February 1

    I agree with the statement, but nowadays it seems more like trust is being destroyed on purpose, chaos created, so that a small group of people are the only ones who have an overview and pull the strings. But also that group would not be able to function without trust.
    … and why am I writing in English????

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    • wolkenbeobachterin · February 1

      weil die anderen beiden vor dir auch in englisch geantwortet haben. *gg*
      deine antwort ist interessant. ich weiß zwar nicht genau, wovon du sprichst. aber vielleicht klärt sich das mit einer frage. (wen siehst du als chaos-“verursacher”?

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      • Stella, oh, Stella · February 1

        In meinen Augen liegt die wirkliche Macht bei den wenigen schwerreichen Menschen, die im Hintergrund die Stränge ziehen (Politiker und andere in der Tasche haben). Die haben kein Interesse daran, dass es allen gut geht und dass alle sich gut verstehen.

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      • wolkenbeobachterin · February 1

        ach so, jetzt verstehe ich in etwa, was du meinst. danke dir.

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      • Peter Klopp · February 2

        Dann ist ja alles in Ordnung.

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      • wolkenbeobachterin · February 2

        nein, ist es nicht. außerdem bezieht sich meine antwort nicht auf dich, sondern auf stella.
        sehr schade, dass du nicht auf meine fragen antwortest.

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      • Peter Klopp · February 2

        Mein Schwiegervater nennte das amerikanische System (angeblich demokratisch) eine Plutokratie, die Herrschaft der Geldsäcke.

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  4. wolkenbeobachterin · February 1

    von dir, peter, wüßte ich gern, wie die ersten sätze zustande kommen, die da lauten: “Auch das Wort Vertrauen ist kaum noch gebräuchlich. Die Herrschaft der Ökonomie im Denken und Handeln der Menschen führt dazu, dass alles, was man nicht berechnen und Voraussagen kann, wertlos ist.”

    das irritiert mich. wieso soll das nicht mehr gebräuchlich sein? also ich höre und verwende es sehr oft. deshalb möchte ich mal nachhören, wie du darauf kommst, es sei nicht mehr gebräuchlich? wieso soll vertrauen wertlos sein? das verstehe ich auch nicht. vertrauen ist nicht wertlos. natürlich nicht. ich bin überrascht über solche behauptungen und verstehe nicht, wie sie zustande kommen. deshalb mein nachfragen.

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  5. kopfundgestalt · February 10

    Vertrauen gibt es auch unter Tieren. Freundschaften, hingezogensein.
    Ohne Vertrauen kann es keine Partnerschaft geben.

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